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HANNOVER MESSE 2018, 23. - 27. April
After Show 2017

Die weltweit wichtigste Industriemesse boomt

Den Nutzen der Digitalisierung erlebbar machen. Nach fünf Messetagen ziehen die Veranstalter eine eindrucksvolle Bilanz: Die weltweit wichtigste Industriemesse boomt. Intelligente Roboter, lernfähige Maschinen und vernetzte Energiesysteme sorgten für ein kräftiges Besucherplus.

Unter dem Leitthema "Integrated Industry – Creating Value" stand der Nutzen von Industrie 4.0 besonders im Fokus. Dabei war die Rolle des Menschen in der vernetzten Fabrik ein Kernthema. Das Partnerland Polen unterstrich die Bedeutung der engen Zusammenarbeit innerhalb Europas und empfahl sich als innovativer Partner für die globale Industrie.

"Mehr Besucher, mehr Internationalität, mehr Lösungen. So lässt sich die HANNOVER MESSE 2017 zusammenfassen",

sagte Dr. Jochen Köckler, Mitglied des Vorstands der Deutschen Messe AG.

"In den vergangenen fünf Messetagen war Hannover die Welthauptstadt von Industrie 4.0. Alle an der Digitalisierung der Industrie beteiligten Branchen zeigten Lösungen für die aktuell wichtigste Frage der Industrie: Wie mache ich mein Unternehmen fit für die digitale Zukunft? Damit stärkt die HANNOVER MESSE ihre Position als weltweiter Entscheider-Treff." "Gemeinsam mit unseren Ausstellern haben wir das Leitthema auf der diesjährigen HANNOVER MESSE erlebbar gemacht. Mehr als 500 Anwendungsbeispiele zeigten, worin der konkrete Nutzen der Digitalisierung für die Industrie und Energie liegt." , so Dr. Köckler.

Partnerland Polen

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Eröffnungsrundgang mit der polnischen Ministerpräsidentin Beata Szydło, Bundeskanzlerin Angela Merkel und Mininsterpräsident Stephan Weil

Das Partnerland Polen hat sich mit insgesamt 200 Unternehmen als dynamischer und innovativer Industriestandort präsentiert. Forschung und Startups – auf diese Themen legte das Partnerland besonders viel Wert. Das machte nicht nur Polens Ministerpräsidentin Beata Szydło zur Eröffnung der HANNOVER MESSE deutlich. Diese Themen beherrschten auch die Darstellung auf den Ständen. Zudem untermauerte Polen seine führende Position im Bereich Elektromobilität. Das große Interesse seitens der polnischen Politik an der HANNOVER MESSE belegten die Besuche weiterer hochrangiger Vertreter wie Jarosław Adam Gowin, Polens Minister für Wissenschaft und Bildung, oder Mateusz Morawiecki, Minister für wirtschaftliche Entwicklung und Finanzminister.

225 000 Besucher

Von den 225 000 Besuchern (217 000 im Vergleichsjahr 2015) kamen mehr als 75 000 aus dem Ausland.

"Das gab es in der 70-jährigen Geschichte der HANNOVER MESSE noch nie",

sagte Köckler

"Diese beeindruckende Zahl belegt, dass die internationalen Entscheider erkannt haben, dass sie nur auf der HANNOVER MESSE einen umfassenden Blick auf die Entwicklung im Bereich Industrie 4.0 erhalten." Die Top-Besucherländer waren China (9 000), Niederlande (6 200), Indien (5 300) und das Partnerland Polen, das mit 5 000 Besuchern einen neuen Rekord verzeichnete. Beeindruckend war auch der Besucherzuspruch aus den USA mit 3 000 Besuchern. Hier zeigt sich die Nachhaltigkeit des Partnerland-Effekts. Die USA waren im Vorjahr Partnerland der HANNOVER MESSE.

Siegeszug der Cobots

Eine neue Roboter-Generation stand ganz besonders im Rampenlicht. Cobots – kollaborative Roboter – werden die Arbeitsweise in der Fabrik fundamental verändern. Durch Vernetzung, künstliche Intelligenz, neuartige Sensoren und intuitive Bedienung können sie unmittelbar mit dem Menschen zusammenarbeiten, selbstständig lernen und sich gegenseitig Anweisungen geben. Köckler: "In den Robotik-Hallen war das Interesse gigantisch. Cobots sind nicht nur für Großkonzerne spannend, auch viele kleine und mittelständische Unternehmen haben sich auf der HANNOVER MESSE über diese neuen Helfer informiert."

Vom Sensor zur Plattform

Standen in den vergangenen Jahren noch einzelne Sensoren zur Vernetzung der Maschinen im Mittelpunkt, waren in diesem Jahr die Plattformlösungen das Hauptthema. Konkret ging es um die Vernetzung der gesamten Produktion inklusive Datensammlung und Auswertung in der Cloud. "Der Trend zum sogenannten digitalen Zwilling in der Produktion eröffnet den Industrie- Unternehmen ganz neue Möglichkeiten", sagte Köckler. Wenn schon im virtuellen Raum getestet werden kann, ob etwa eine neue Fertigungsstraße funktioniert, lassen sich Produkte schneller und damit preiswerter auf den Markt bringen.

Energiesysteme der Zukunft

Die Aussteller in den Energiehallen zeigten, wie das Energiesystem der Zukunft funktionieren kann. Köckler: "Mit der Integrated Energy Plaza haben wir eine zentrale Anlaufstelle für die Energiewirtschaft etabliert. Dort wurde gezeigt, wie aus der Stromerzeugungswende eine echte Energiewende werden kann, die auch den Wärme- und Mobilitätsmarkt mit einbezieht." Im Mittelpunkt standen neue Speichertechnologien. Zum Beispiel serienreife Elektrolyse-Stacks, die Wasserstoff-Lösungen schon heute zu einer günstigen Alternative machen. Auch im Bereich Solartechnologie gab es völlig neue Ansätze. Gleich mehrere Unternehmen zeigten hauchdünne, biegsame Solarfolien, die auch bei wenig Licht Strom produzieren und so neue Einsatzmöglichkeiten bieten.

Startup-Bereich wächst

Seit dem vergangenen Jahr präsentieren sich junge Unternehmen im Bereich "Young Tech Enterprises" mit potenziellen Investoren, Kunden und Partnern. Mehr als 150 Startups kamen zusammen. Sie zeigten Speicher für erneuerbare Energienetze, Bedienungssysteme für Augmented Reality oder Mini-Windkraftwerke für Autos und Züge: "Der Startup-Bereich hat sich prächtig entwickelt. Wir sind zuversichtlich, dass viele von ihnen im kommenden Jahr mit einem eigenen Stand den Sprung auf die HANNOVER MESSE wagen", ergänzt Köckler.

Die HANNOVER MESSE 2018 läuft vom 23. bis 27. April 2018. Das Partnerland ist dann Mexiko.

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