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Industrie 4.0

3D-Druck boomt, aber am Know-how hapert es

Während Bosch weltweit in 3D-Drucker investiert, fällt mittelständischen Unternehmen der Einstieg in die additive Fertigung oft schwer. Das liegt weniger an den Kosten als daran, dass Fachwissen und Erfahrung rar sind.

07.03.2018
David Schahinian
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3D-Druck boomt, aber am Know-how hapert es (Foto: Ultimaker B.V.)

Wie Ultimaker bekannt gegeben hat, wird Bosch 3D-Drucker des Unternehmens in Deutschland, Ungarn, China, Indien, den USA und Mexiko für den Druck von Prototypen, Werkzeugen, Montagevorrichtungen und Halterungen einsetzen. Damit will das Unternehmen Zeit und Kosten sparen sowie die Markteinführung neuer Produkte beschleunigen. Das Geschäftsfeld 3D-Druck boomt: Die Marktforscher von IDC prognostizieren einen Anstieg der weltweiten Ausgaben für additive Fertigungstechnologien auf rund 12 Milliarden US-Dollar im laufenden Jahr.

Geld allein entscheidet aber nicht über den Erfolg solcher Lösungen, findet zumindest Dietmar Frank, Regional Director Central Europe bei Electro Optical Systems ( EOS ). Im Interview mit it-zoom.de stellt er zwar fest, dass die Technologie ihren Weg in die industrielle Fertigung gefunden habe. Viele Unternehmen stelle aber der Aufbau von Know-how vor große Herausforderungen. Ein Grund dafür sei, dass es derzeit noch zu wenige gut ausgebildete und erfahrene Experten gibt. Vor allem Mittelständler würden zudem vor der Frage stehen, wie sie den 3D-Druck in ihre Organisation einbinden. Weil die nötige Expertise schwer zu finden sei, resultiere daraus ein potenzielles Investmentrisiko.