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3D-Druck wird anwendungsspezifisch optimiert

Die Auswahl von Verfahren und Materialen im 3D-Druck basiert derzeit vorwiegend auf eigenen Erfahrungswerten. Eine Kooperation von Industrie und Wissenschaft soll Entscheidungen anhand analytischer Forschung ermöglichen.

09.01.2018
Michael Triadan
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3D-Druck wird anwendungsspezifisch optimiert (Foto: IPF, Sven Döring)

In seinem neuen Applikationslabor wird das Leibniz-Institut für Polymerforschung Dresden e.V. (IPF) künftig zusammen mit Kooperationspartnern aus Produktion und Wirtschaft versuchen, Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung praxisnah in industrielle Anwendungsszenarien zu übertragen. Die sich beteiligenden Unternehmen erhalten so die Gelegenheit, bereits vor der Anschaffung eigener Produktionskapazitäten die für ihre spezifischen Projekte optimalen Geräte und Verfahren zu finden und auch zu testen. Polymerstrukturen lassen sich im Labor ab einer Größe von 10,4 μm drucken, als Methoden stehen Stereolithografie, FDM (Fused Deposition Modeling) und das Inkjet-Verfahren zur Verfügung. Letzteres kommt vor allem im biomedizinischen Bereich zum Einsatz.

Ziel der Kooperation ist die Beantwortung grundlegender Fragen wie etwa zur Bauteilfestigkeit oder den Oberflächeneigenschaften, das Erstellen von Materialbibliotheken und auch die Entwicklung neuer Kunstharze. Dadurch wird Unternehmen bei Fragen zur Wahl des Druckverfahrens und der verwendeten Materialen künftig eine solide, wissenschaftliche Informationsbasis geboten. Vor allem im Hinblick auf die Bauteilfestigkeit und -qualität herrscht bei additiven Herstellungsverfahren gegenüber der herkömmlichen Produktion oft noch Nachbesserungsbedarf .

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