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Industrie 4.0

Agil sein ist leichter gesagt als getan

Nur jedes dritte Unternehmen arbeitet tatsächlich am Abbau starrer Hierarchien – obwohl alle auf Agilität aus sind. Der Grund: Entscheider sind noch zu sehr der analogen Welt verhaftet. Das zeigt eine Studie der Beratung Sopra Steria und des F.A.Z.-Instituts.

30.04.2018
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Agil sein ist leichter gesagt als getan (Foto:Sopra Steria)

Für die Potenzialanalyse „Agil entscheiden “ wurden mehr als 300 Geschäftsführer, Vorstände und Führungskräfte aus dem verarbeitenden Gewerbe, der öffentlichen Verwaltung sowie von Energieanbietern, Finanzdienstleistern und Telekommunikationsunternehmen befragt. Demnach halten zwar acht von zehn Managern die Einführung entsprechender Methoden und Strukturen für sinnvoll. Erst 14 % haben jedoch den Umbruch zu einer agilen Organisation schon geschafft. Bei 28 % der Unternehmen ist das Führungsmodell immer noch klassisch hierarchisch geprägt, weitere 19 % pflegen einen partizipativen Führungsstil. Lediglich 30 % der befragten Manager arbeiten aktuell am Abbau von Hierarchien.

Gründe für den gewünschten Wandel hin zu mehr Agilität sind eine schnellere Reaktion auf Kundenbedürfnisse, der Erhalt der Konkurrenzfähigkeit sowie die Stärkung der Innovationskraft. Statt auf Technik und Daten beruhen die Entscheidungen von neun von zehn Befragten aber immer noch stark oder sehr stark auf Erfahrung und Intuition. Hier ist den Beratern zufolge ein konsequenteres Umdenken gefragt.

Der Einsatz agiler Methoden wie Scrum und Kanban erfolgt außerdem nicht flächendeckend, so ein weiteres Ergebnis der Studie. Eine Alternative ist die japanische Arbeits- und Lebensphilosophie Kaizen , die einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess beschreibt. Für Andreas Skuin vom Kaizen Institute bietet das Zusammenwirken von Industrie 4.0 und Kaizen eine gute Chance, die Wettbewerbsfähigkeit auch zukünftig zu sichern.

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