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Research & Technology

Alexa soll in mehr Autos mitreden

Um die Verbreitung der Alexa-Plattform im Automobilbereich zu fördern, hat Amazon ein kostenloses Entwicklungs-Kit für seinen Sprachassistenten veröffentlicht.

20.08.2018
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Alexa soll in mehr Autos mitreden (Foto: Amazon/YouTube.com)

Amazons Sprachassistent Alexa hat in den vergangenen Monaten bereits in Fahrzeugen von Ford und Toyota Platz genommen, zudem sind Skills von Herstellern wie Mercedes-Benz, Hyundai oder General Motors erhältlich. Doch das genügt dem Online-Versandhändler ganz offensichtlich nicht. Amazon hat daher ein SDK (Software Development Kit) veröffentlicht, das sich speziell für die Entwicklung von Skills im Automobilbereich eignet. Die Software steht als Open Source kostenlos auf GitHub zur Verfügung. Veröffentlicht wurde sie von dem im vergangenen Jahr gegründeten Alexa Auto Team.

Amazon verschärft damit den Konkurrenzkampf mit Apples CarPlay, dem Google Assistant im Android Auto, der Houndify-Plattform von SoundHound und Nvidia Drive. Der Konzern zielt dabei offenbar vor allem auf den wachsenden Markt der Infotainment-Systeme für Fahrzeuge und hofft auf neue Ideen aus der Open-Source-Community.

Gemeinsam mit anderen europäischen Firmen und Instituten soll die Entwicklung von Leichtbau-Materialien vorangetrieben werden. Mit dabei sind auch zwei deutsche Partner.

Der französische Automobilzulieferer Faurecia hat zusammen mit dem belgischen Chemiekonzern Solvay, mit der deutschen Airbus-Tochter Premium AEROTEC, dem weltweit führenden Zulieferer für die Flugzeugindustrie, und mit dem Institut für Textiltechnik Augsburg ein Konsortium gegründet. Die „Industry Research Group: Composites for Sustainable Mobility“ (IRG CosiMo) soll in den kommenden drei Jahren neue thermoplastische Verbundwerkstoffe entwickeln, wie sie beispielsweise in Flugzeug-Cockpits und in den Innenräumen von Automobilen eingesetzt werden, und darüberhinaus auch neue Material- und Prozesstechniken erarbeiten.

Aktuell werden faserverstärkte Thermoplaste beispielsweise bei den Leichtbau-Konstruktionen von Batteriegehäusen, Interieur-Elementen oder in Sitzkonstruktionen verwendet. Das Konsortium will zudem auch neue Fertigungsverfahren für die Großserienproduktion erforschen. Der zentrale Standort für das Projekt soll im Augsburger Technologiezentrum liegen.