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Antriebs- und Fluidtechnik 4.0 aus Deutschland

Deutsche Antriebs- und Fluidtechnik wird weltweit sehr stark nachgefragt! Die ausverkaufte MDA 2015 spiegelt diesen Boom deutlich wieder.

03.03.2015
MDA Antrieb

Mit insgesamt 22 Milliarden Euro Umsatz sind die Antriebs- und die Fluidtechnik die größten Branchensegmente des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus. Die Antriebstechnik setzte 2014 rund 15,4 Milliarden Euro um, die Fluidtechnik 6,6 Milliarden. Für das laufende Jahr zeigen sich beide Branchen vorsichtig optimistisch. Die deutsche Antriebstechnik erwartet laut VDMA ein Umsatzplus von zwei Prozent, die Fluidtechnik fünf Prozent.

"Deutsche Antriebs- und Fluidtechnik wird weltweit stark nachgefragt und kann sich einer Spitzenposition im Wettbewerb erfreuen"

– zu dieser Aussage kam im Januar ein Round Table, zu dem die Deutsche Messe AG und der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA) eingeladen hatten. Wegen steigender Markt- und Kundenanforderungen und gesetzlicher Regularien stehe die Branche aber großen Herausforderungen gegenüber: Neben Energieeffizienz und Nachhaltigkeit sei dies vor allem "Industrie 4.0", die Digitalisierung und Vernetzung des Produktionsprozesses.

Laut Hartmut Rauen, Mitglied der VDMA-Hauptgeschäftsführung, spielen Antriebs- und Fluidtechnik zentrale Rollen im Kontext Industrie 4.0: "Mit ihren mechatronischen Bausteinen oder CPS-Modulen sind sie wichtige Enabler für effiziente und intelligente Produktionsprozesse. Zugleich sind beide Branchen Anwender von Industrie 4.0 und sitzen an der Quelle des Data Mining", so Rauen. Das mache sie besonders relevant, verlange aber auch einen wachsamen Blick auf die IT-Sicherheit. Rauen: "Das Datenkapital, das hier entsteht, gilt es zu schützen. Es ist daher eminent wichtig, bereits bei der Entwicklung und während des gesamten Lebenszyklus die Security und den Know-how-Schutz zu betrachten."

"Die MDA bietet eingebettet in die HANNOVER MESSE die Möglichkeit, sich die Technologietrends der Antriebs- und Fluidtechnik anzuschauen und das Thema Industrie 4.0 zu diskutieren",

Hartmut Rauen

Mit rund 1.200 Ausstellern aus mehr als 40 Ländern ist die MDA 2015 seit langem ausgebucht. Besonders schnell belegt war die neue Attraktion des Messegeländes, die Doppelhalle 19/20. In dem Komplex, der 10.000 Besuchern Platz bietet, bauen u.a. die Dichtungstechnik-Spezialisten Freudenberg und Trelleborg ihre Stände auf.

Weitere Marktgrößen der Antriebs- und Fluidtechnik auf der MDA sind Schaeffler Technologies, Bosch Rexroth, Parker Hannifin, KTR Kupplungstechnik und ZF Friedrichshafen. Große ausländische Branchenplayer sind die schwedische SKF-Gruppe, der US-Konzern Altra, der Wälzlagerhersteller Timken aus Frankreich und die britische Norgren Limited, ein Marktführer in Fluid- und Motion-Control-Technologie. Insgesamt kommen ein Drittel der MDA-Besucher und zwei Drittel der Aussteller aus dem Ausland.

"Der globale Wettbewerb ist für die deutschen Hersteller immer wieder Antrieb, um die eigenen Produkte weiterzuentwickeln",

Robert Schullan, Vorsitzender des MDA-Präsidiums und Mitglied des Vorstands der Schaeffler AG.

Dabei stehe aktuell das Thema Industrie 4.0 im Mittelpunkt. "Zurzeit arbeiten wir intensiv daran, Antriebskomponenten mit integrierter miniaturisierter Sensorik auszustatten und darüber hinaus Maschinen und Anlagen mit zentralen Informationssystemen zu vernetzen, wodurch große Mengen an Daten kommuniziert werden können", so Schullan. "Solche intelligenten Komponenten und Module sind die Voraussetzung für die Steuerung autonomer Prozesse in der Wertschöpfungskette unserer Kunden."

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