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Digital Factory

Audi und Ericsson testen 5G im Industrieeinsatz

Die beiden Unternehmen wollen ein Testfeld mit einer 5G-Funkzelle aufbauen. Im Fokus stehen dabei vor allem die extrem niedrigen Latenzzeiten der nächsten Mobilfunkgeneration.

14.08.2018
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Audi und Ericsson testen 5G im Industrieeinsatz (Foto: AUDI)

Autobauer Audi hat mit dem schwedischen Infrastrukturausrüster Ericsson eine Absichtserklärung (Memorandum of Understanding) für die Erprobung der Mobilfunk- und Netztechnologie 5G in der Automobilfertigung unterzeichnet. Die beiden Unternehmen wollen den Einsatz der 5G-Technik für das Industrial Internet of Things (IIoT) bzw. die Industrie 4.0 testen. Geplant ist, im Audi Production Lab in Gaimersheim bei Ingolstadt ein Testfeld mit einer 5G-Funkzelle aufzubauen und den Einsatz der Technik für industrielle Anwendungsfälle in einer Smart Factory zu erforschen. Als konkrete Testanwendung soll die kabellose Interaktion zwischen einem Industrieroboter und einer Klebeapplikation dienen, bei der es ganz besonders auf niedrige Latenzzeiten ankommt. In dieses Szenario wollen die beiden Partner auch alternative bzw. ergänzende Funktechniken wie WLAN oder Ethernet einbinden.

Zum einen ist 5G ein potenzieller Massenmarkt, zum anderen könnten Unternehmen mit 5G ihre Produktivität steigern und neue Geschäftsmöglichkeiten schaffen. Ericsson gehört zu den Ausrüstern, die sich derzeit einen der vorderen Plätze im 5G-Rennen sichern wollen. Die Schweden sind daher weltweit bereits an mehreren 5G-Industrieprogrammen beteiligt.