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Predictive Maintenance

Bei vorausschauender Wartung besteht Handlungsbedarf

Da muss wohl noch nachgebessert werden: Drei Viertel der deutschen Industrieunternehmen sind bislang nicht von Predictive Maintenance überzeugt. Das zeigt eine Befragung von rund 400 Unternehmen durch die Beratung Staufen.

03.03.2018
David Schahinian
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Bei vorausschauender Wartung besteht Handlungsbedarf (Chart: Staufen)

Obwohl vorausschauende Wartung zunehmend Interesse weckt, sehen derzeit erstaunlich geringe 6 % einen großen Nutzen in der Technologie. Den anderen ist das Leistungsvermögen (noch) zu gering, oder sie halten es zumindest für ausbaufähig. Noch erstaunlicher ist, dass zwei Drittel der befragten Unternehmen angeben, das Prinzip selbst schon zu nutzen oder als Dienstleistung anzubieten. 20 % konnten sich noch überhaupt keine Meinung zu Predictive Maintenance bilden. Mehr noch, Thomas Rohrbach, Geschäftsführer der Staufen Digital Neonex GmbH , hält den Nutzen für allgemein überschätzt: „Die überwiegende Mehrheit der Maschinenausfälle lässt sich auf Faktoren zurückführen, die Predictive Maintenance nicht lösen kann, allen voran Bedienungsfehler.“ Die Umfrage zeigte jedoch auch, dass die Hälfte der Befragten der vorausschauenden Wartung in den nächsten zwei bis fünf Jahren eine große Zukunft voraussagt.

Die Beratung Bearing Point hatte im Januar 2018 eine ähnliche Umfrage unter 74 Unternehmen durchgeführt – das Ergebnis war nahezu identisch. Das Thema werde bislang lieber diskutiert als umgesetzt, hieß es seinerzeit. 84 % der Befragten setzten sich damit auseinander, aber nur jedes vierte Unternehmen hatte bereits entsprechende Projekte durchgeführt. Das stärkste Pro-Argument war auch hier die Anlagenverfügbarkeit.