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Industrie 4.0

Bildung und Netzwerke sind die Schlüssel zur Industrie 4.0

Wie sieht der Industriearbeitsplatz 2025 aus? Die Wissenschaftliche Gesellschaft für Produktionstechnik (WPG) hat dazu ein Standpunktpapier veröffentlicht, das aufzeigt, wie die digitale Revolution menschengerecht gestaltet werden kann.

12.09.2018
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Bildung und Netzwerke sind die Schlüssel zur Industrie 4.0 (Foto: Fraunhofer IPK)

Verfasst wurde das Standpunktpapier von Professoren der Produktionstechnik. Sie entwickelten ein Modell, das den Automatisierungsgrad in der Industrie analysiert und Handlungsbedarf ermittelt. Bis zur Vollautomatisierung der deutschen Industrie sei es noch ein weiter Weg, heißt es in dem Papier. Ohne den Menschen ginge es aber selbst dann nicht, da auch selbstlernende Produktionssysteme angeleitet werden müssten.

Um den Wettbewerbsvorsprung der deutschen Wirtschaft halten zu können, müsse das Bildungssystem zeitnah angepasst werden, das jetzige sei „viel zu starr“. So müssten Berufsschullehrer, Professoren und Mediatoren in Sachen Digitalisierung auf den neuesten Stand der Dinge gebracht werden. Eine Möglichkeit wäre, Unternehmen und Forschungseinrichtungen stärker zu verzahnen. Bereits 2015 hat die WPG eine sogenannte Produktionsakademie gegründet, in der rund 20 Seminare und Workshops zum Thema angeboten werden.

Auch andere haben sich bereits Gedanken darüber gemacht, wie der Arbeitsplatz der Zukunft aussehen wird – beispielsweise die Beratungsfirma PAC gemeinsam mit Fujitsu in der Studie Workplace 2025 . Unternehmen sollten demnach ein kontextbezogenes und personalisiertes Arbeitsumfeld entwickeln, das auf die individuellen Bedürfnisse des Mitarbeiters zugeschnitten ist, fasst industrie.de ein Kernergebnis zusammen. Starre Hierarchien und Abteilungen würden zunehmend durch kleine, kollaborative Netzwerkteams aus Mitarbeitern und externen Freelancern abgelöst.