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Additive Manufacturing

BMW kann aufblasbare Teile im 3D-Druck fertigen

In Kooperation mit dem Massachusetts Institute of Technology hat der Automobilhersteller ein silikonbasiertes, formflexibles Material entwickelt, das sich in modernen 3D-Druckverfahren verwenden lässt.

11.06.2018
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BMW kann aufblasbare Teile im 3D-Druck fertigen (Foto: BMW Group)

Unter der Bezeichnung „Liquid Printed Pneumatics“ hat BMW kürzlich ein neues, additiv gefertigtes Material vorgestellt, dessen spezifische Eigenschaften ein nachträgliches Aufblasen erlauben. Die Bayern planen den Einsatz der verformbaren, anpassungsfähigen Struktur vor allem im Innenraum von Fahrzeugen: Hier übernimmt eine zusätzliche, pneumatische Steuerung die Regelung des Luftdrucks im Inneren von verschiedenen, jeweils autonomen Kammern, deren Luftfüllstand Form und Härte der jeweiligen Komponente bestimmt.

Die Herstellung erfolgt im sogenannten Liquid-Printing-Verfahren , das zu einem wasser- und luftdichten Ergebnis führt. In Kombination mit dem Einsatz von Soft-Robotik-Technologien produziert der Automobilbauer auf diese Weise anpassbare Schläuche, Stränge oder auch Kammern, welche beispielsweise die Herstellung individuell verformbarer Sitze oder eine dynamische Schutzpolsterung im Falle eines Fahrzeugaufpralls ermöglichen. Bislang konnten aufblasbare Bauteile nur durch den Einsatz komplizierter Formwerkzeuge und spezieller, elektromechanischer Geräte angefertigt werden, welche nun das effizientere und kostengünstigere 3D-Druckverfahren ersetzt. Derzeit baut BMW einen eigenen Campus für additive Fertigung , an dem der Konzern künftig seine Technologiekompetenzen bündelt. Die Eröffnung ist für Anfang 2019 anvisiert.

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