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BMW und Baidu planen eine engere Zusammenarbeit

BMW will als Vorstandsmitglied Zugriff auf Apollo bekommen, die von Baidu entwickelte Plattform für autonome Fahrzeuge. Damit dürfte das chinesische Automotive-OS noch mehr Gewicht bekommen und Google weiter unter Druck setzen.

23.07.2018
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BMW und Baidu planen eine engere Zusammenarbeit (Foto: BMW AG)

Mit Apollo steht der chinesische Suchmaschinenanbieter Baidu in direkter Konkurrenz zu Waymo , dem von Google entwickelten Betriebssystem für autonom fahrende Autos. Baidu übernimmt dabei das Erfolgsmodell von Googles Smartphone-Betriebssystem Android: Programmierer erhalten bei Apollo freien Zugriff auf Daten, offenen Programmiercode und Hardwarekomponenten, Baidu profitiert im Gegenzug von einer größeren Reichweite und Marktmacht und bekommt außerdem Zugriff auf die Fahrdaten der Autobauer und Zulieferer. Seit dem Start von Apollo im Sommer 2017 haben bereits 118 Unternehmen ihre Unterstützung für das Betriebssystem erklärt, neben Automobilherstellern wie Daimler, Ford oder BMW auch Zulieferer wie Nvidia, Continental oder Bosch. Nun soll BMW gemäß eines Memorandums of Understanding einen Sitz im Vorstand von Apollo bekommen.

Bislang haben Konzerne wie BMW oder Daimler ihre autonomen Fahrzeuge selbstständig entwickelt, mussten dabei aber bereits in der Vergangenheit immer wieder Rücksicht auf die sich herausbildende Standards nehmen. Baidu entwickelt seine autonomen Fahrzeuge in erster Linie in Sunnyvale in Kalifornien. Getestet werden sie ebenfalls in den USA sowie in einem Gebiet im Norden von Peking.