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Leichtbau

Dänische Forscher verfeinern den 3D-Druck in der Bauindustrie

Der sparsamere Einsatz von Beton soll leichtere Produkte ermöglichen. Wissenschaftler in Dänemark haben dafür eine neues Druckverfahren entwickelt.

28.09.2018
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Dänische Forscher verfeinern den 3D-Druck in der Bauindustrie (Foto: KADK/DTI)

Das neue hybride Konstruktionsverfahren nennt sich SCRIM, was für „Sparse Concrete Reinforcement in Meshworks“ steht. Entwickelt wurde es vom Centre for Information Technology and Architecture (CITA) an der Royal Danish Academy of Fine Arts und dem Danish Technological Institute . In einem PDF auf Research Gate beschreiben die Wissenschaftler ihre Entwicklung.

Herkömmliche 3D-Druckverfahren, so die Forscher, unterliegen Beschränkungen, da sie das Material üblicherweise vertikal stapeln. Sollen Verstärkungen integriert werden, treten Probleme auf. Die Forscher kombinierten daher roboterbasierten 3D-Betondruck mit Netzen aus carbonfaserverstärkten Polymeren. Die Netze werden in die gewünschte Form gebracht, dann trägt ein Roboter per 3D-Druck den Beton auf. SCRIM setzt Beton gezielt nur an den Stellen ein, an denen er auch benötigt wird. Das erlaubt leichtere Konstruktionen und verringert den Materialbedarf. Außerdem ist es auf diese Weise mit der Unterstützung von Robotern möglich, vertikale und horizontale Konstruktionen zu drucken.