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Research & Technology

Das BMBF lässt die industrielle 5G-Vernetzung erforschen

Die neuen 5G-Mobilfunknetze sollen enger mit den Netzen der Industrie vermascht werden, um effizienter M2M-Kommunikation und anderen IIoT-Lösungen den Weg zu ebnen.

14.02.2018
Roland Freist
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Das BMBF lässt die industrielle 5G-Vernetzung erforschen (Montage: Deutsche Messe)

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Projekt TACNET 4.0 – Taktiles Internet mit rund 6,3 Millionen Euro, die auf 14 deutsche Unternehmen und Organisationen verteilt werden. Davon gehen etwa 660.000 Euro an die Universität Bremen, wo unter Leitung von Prof. Dr.-Ing. Armin Dekorsy vom Technologie-Zentrum Informatik und Informationstechnik (TZI) Methoden und Verfahren des maschinellen Lernens zur Informationsverarbeitung in Kommunikationsnetzen erforscht werden. Im Rahmen von TACNET 4.0 sollen Konzepte und Algorithmen entwickelt werden, um für die Kommunikation zwischen Menschen und Maschinen eine schnelle und zuverlässige Datenübertragung über den kommenden 5G-Mobilfunk zu ermöglichen. Damit soll eine wichtige Voraussetzung für einen weiteren Ausbau der Vernetzung auf Basis des Industrie-4.0-Konzepts geschaffen werden.

Die Herausforderung besteht darin, ein Kommunikationssystem zu entwerfen, das bei minimalen Latenzzeiten zuverlässige Datenübertragungen garantiert. Gleichzeitig soll das Datenvolumen so gering wie möglich gehalten werden. Das TZI schlägt dafür ein Kommunikationsnetz vor, das auf zahlreichen kleinen, energieeffizienten Zugangsknoten aufbaut, ein sogenanntes Small-Cell-Netz. Für die effiziente Weiterleitung des hohen Datenaufkommens wollen die Wissenschaftler neue Verfahren des maschinellen Lernens entwickeln, damit die Zugangsknoten die Relevanz eines Datenpakets selbst einschätzen können.