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Das Energienetz der Zukunft

Für eine erfolgreiche Energiewende muss Deutschland seine Stromnetze aus- und umbauen. Denn die Zukunft liegt in der Dezentralisierung.

11.04.2017
Netze_Artikel 2.1

Das deutsche Energienetz ist veraltet. Jahrzehntelang war seine Aufgabe, Strom vom Erzeuger zum Verbraucher zu transportieren. Doch nun ist die Energiewende in vollem Gange. Bis 2050 sollen 80 Prozent unseres Stroms aus erneuerbaren Energiequellen bezogen werden . 2016 betrug der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung bereits 29,5 Prozent . "Eine der großen Herausforderungen ist nach wie vor, erneuerbare Energie zuverlässig ins Netz einzuspeisen und zu übertragen", sagt Hans Koch, Geschäftsführer der Prysmian Group, Weltmarktführer im Bereich Energie- und Telekommunikationskabel. Und das erfordert einen Wandel. Strom fließt nicht mehr zentral von einem Kraftwerk in nur eine Richtung, sondern der Stromkunde wird auch selbst zum Lieferanten. Dann muss es technisch möglich sein, dass er seinen, zum Beispiel mit Solarzellen erzeugten, eigenen Strom ins Netz einspeist. Von "Einbahnstraßen", bei denen Strom ausschließlich vom Erzeuger zum Verbraucher gelangen muss, hin zu Straßen, in denen auch Gegenverkehr zugelassen wird.

Prysmian Group, Weltmarktführer im Bereich Energie- und Telekommunikationskabel. Und das erfordert einen Wandel. Strom fließt nicht mehr zentral von einem Kraftwerk in nur eine Richtung, sondern der Stromkunde wird auch selbst zum Lieferanten . Dann muss es technisch möglich sein, dass er seinen, zum Beispiel mit Solarzellen erzeugten, eigenen Strom ins Netz einspeist. Von "Einbahnstraßen", bei denen Strom ausschließlich vom Erzeuger zum Verbraucher gelangen muss, hin zu Straßen, in denen auch Gegenverkehr zugelassen wird.

Was bedeutet es für unser Energienetz, wenn nicht nur große Kraftwerke zentral Strom erzeugen – sondern daneben auch viele kleine Produzenten dezentral Strom aus erneuerbaren Quellen produzieren und verkaufen wollen? Was bedeutet es vor allem dann, wenn zu Höchstzeiten im Sommer deutschlandweit die Sonne knallt oder im Winter ein Sturm die Windräder im Norden kräftig antreibt? Es bringt das Stromnetz auch schon heute an unsere Grenzen: Wenn zu viel Strom aus volatilen Energieträgern ins Netz eingespeist wird, müssen die Netzbetreiber eingreifen, und die Stromzufuhr aus nachhaltigen Quellen kappen, um das Netz zu stabilisieren. Was ist zu tun, um unser Energienetz an die erneuerbaren Energien anzupassen?

Netze_Artikel 2 Windräder solar
Erneuerbare Energiequellen wie Wind-und Sonnenkraft erfordern einen Aus- und Umbau der Stromnetze.

Die Schlüsselkomponente für leistungsfähige Netze

Kurze Bestandaufnahme. Unser Stromnetz besteht aus zwei Teilen: dem Übertragungsnetz, in dem der Strom über große Strecken mit Höchstspannung transportiert wird. Und dem Verteilernetz, das Regionen und Kunden mit Strom versorgt, über Nieder-, Mittel- und Hochspannung. Die Voraussetzung für eine zuverlässige Stromversorgung in Europa und Deutschland: Kabel.

"Nachhaltige Energiesysteme setzen auf HGÜ- Kabelverbindungen, also Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungs-Kabel, als Alternative zu Freileitungen", so Hans Koch von der Prysmian Group. Zwar sind diese, als Erdkabel eingesetzt, in der Implementierung deutlich teurer. Doch "ermöglichen sie die Übertragung großer Strommengen über weite, oft länderübergreifende Distanzen". Große Strommengen aus Windenergie können so zum Beispiel vom Norden nach Süddeutschland transportiert oder von Offshore-Windparks an das Netz angebunden werden.

Kabelsysteme für erhöhte Spannung

Eine Innovation auf dem Markt sind die neuen Polyethylen-Kabelsysteme von Prysmian. Sie sind vor allem für den Einsatz auf sogenannten Stromautobahnen geeignet, weil sie eine erhöhte Spannung unterstützen. Und die ist für eine zuverlässige Netzstabilität erforderlich. "2016 haben wir erstmals Spannungen in einem so hohen Bereich erzielen können", sagt Hans Koch. Statt den bisher üblichen 525 kV erlauben sie eine Spannung von 600 bzw. sogar 700 kV. "Eine Erhöhung von bis zu 15 Prozent."

Das Energienetz muss nicht nur um- und ausgebaut, sondern vor allem intelligenter werden. So kommuniziert das "Smart Grid" der Zukunft über Sensoren und Zähler. Es transportiert Strom und Daten. Damit wissen Betreiber von Netzen genau, wer wann wieviel Energie verbraucht – und erzeugt. Das Ziel: eine optimale Stromversorgung zu jeder Tageszeit. Der erste Schritt dorthin sind intelligente Stromzähler, "Smart Meter", die seit Anfang 2017 in Deutschland schrittweise eingeführt werden.

Zahlen und Fakten zur Energiewende – in Echtzeit

Wie viele Smart Meter wurden weltweit bereits installiert? Wie viel Sonnenenergie hat heute die Erde erreicht? Und wie viele Ölvorräte sind überhaupt noch übrig? Die Antworten auf diese und andere Fragen finden Sie in der Echtzeit-Infografik zur neuen Energiewelt .

Energy , die internationalen Leitmesse für integrierte Energiesysteme und Mobilität, bietet im Rahmen der HANNOVER MESSE ein breites Spektrum an Foren, Tagungen und Sonderveranstaltungen zum Thema Energie und Energiewende. Die Prysmian Group stellt ihre Innovationen im Bereich HGÜ-Kabel an ihrem Stand H50 im Integrated Energy Plaza (Halle 27) vor vor.

Prysmian Kabel und Systeme auf der HANNOVER MESSE

Auf der HANNOVER MESSE 2017 konnten Sie Prysmian Kabel und Systeme direkt vor Ort erleben und sich die neuesten Produkte und Services live präsentieren lassen. mehr

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