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Plattform­ökonomie

Den meisten Unternehmen sagen Plattformmärkte gar nichts

Eine Umfrage hat gezeigt, dass die Mehrheit der Führungskräfte den Begriff Plattformökonomie nicht kennt. Der Rest zeigt sich tendenziell skeptisch – allen voran die Industrie.

04.02.2018
David Schahinian
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Den meisten Unternehmen sagen Plattformmärkte gar nichts (Chart: BITKOM)

Bitkom Research hat insgesamt 505 Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten befragt. Das Ergebnis ist damit für die Gesamtwirtschaft repräsentativ. 54 % der Befragten geben an, noch nie von „Plattformökonomie“, „Plattformmärkten“ oder digitalen Plattformen gehört zu haben. Lediglich 43 % der befragten Geschäftsführer und Vorstände kennen diese Begriffe. Dabei geht es um nichts weniger als um das Herzstück der digitalen Revolution : Kurz gesagt kommen auf solchen Plattformen Anbieter von Produkten und Dienstleistungen mit möglichen Kunden zusammen. Bekannte Consumer-Beispiele sind eBay, Uber oder Airbnb. Offensichtlich spricht sich nur langsam herum, was gemeint ist: Gegenüber dem Vorjahr, als sich 62 % als unwissend outeten, hat die Quote nicht allzu stark abgenommen. Ignoranz aber ist grob fahrlässig, glaubt Bitkom-Präsident Achim Berg: „Das ist so, als ob Unternehmer in früheren Jahren vor der Automatisierung oder der Elektrifizierung die Augen verschlossen hätten.“

Bei den Unternehmen, die Bescheid wissen, herrscht vielfach Skepsis, so ein weiteres Ergebnis der Befragung: 39 % von ihnen glauben, dass digitale Plattformen ihr Geschäft nicht betreffen; mit 67 % geben sich Industrieunternehmen dabei besonders selbstsicher. Das könnte jedoch ein gefährlicher Irrtum sein und sich als Standortnachteil für Europa erweisen. Immerhin vier von zehn Befragten, die den Begriff kennen, nutzen die Plattformen bereits für den Einkauf von Produkten oder Dienstleistungen.

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