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Arbeitswelt im Wandel

Der DGB nimmt die Industrie in die Pflicht

Die Digitalisierung dürfe nicht dazu führen, dass Arbeitgeber sich ihrer Verantwortung entziehen, kritisiert der DGB. Die Gewerkschaften fordern von der Regierung einen besseren Arbeitnehmerschutz.

26.05.2018
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Der DGB nimmt die Industrie in die Pflicht (Foto: IAB)

Die Folgen von Digitalisierung und Industrie 4.0 für Arbeitnehmer sind ein wichtiges Thema auf dem diesjährigen Bundeskongress des DGB . Der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann kritisierte in seiner Eröffnungsrede nicht zuletzt, auf dem Internet basierende Plattformen weigerten sich vielfach, ihre Rolle als Arbeitgeber anzuerkennen. Außerdem wies er auf die Situation vieler Solo-Selbstständiger hin, die weisungsgebunden und nahezu ausschließlich für einen einzigen Auftraggeber tätig seien – mit dieser Form der Scheinselbstständigkeit begingen die Auftraggeber Sozialversicherungsbetrug. Digitalisierung werde insofern oft als Instrument der Ausbeutung genutzt.

Dass die Digitalisierung zu enormen Umwälzungen am Arbeitsmarkt führen wird, bestätigt auch eine IAB-Untersuchung , allerdings rechnen die Autoren damit, dass der Wegfall vieler Arbeitsplätze durch die Schaffung neuer Stellen weitgehend ausgeglichen werde. Bei den Gewerkschaften herrscht dagegen die Sorge, die bevorstehenden Umwälzungen könnten von Arbeitgebern genutzt werden, sich ihrer sozialen Verantwortung zu entziehen, und damit letztlich zu einer Prekarisierung der Arbeit führen.

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