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HANNOVER MESSE 2018, 23. - 27. April
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Industrie 4.0

Der Geist in der Maschine

In einem einzigartigen Pilotprojekt stellt Landmaschinenhersteller John Deere seine Produktion gemeinsam mit IBM auf "Smart Manufacturing" um. Logistische Prozesse kontrollieren sich selbst, die KI-Plattform Watson unterstützt Werker mit konkreten Anweisungen. Ein Modell für die Fertigung von morgen.

27.04.2016
johndeere

Jeder einzelne der riesigen Traktoren von John Deere ist eine Maßanfertigung. Kein Kundenwunsch ist zu ausgefallen. Für die Fertigung eine enorme Herausforderung, die perfekt eingespielte und zugleich hochflexible Prozesse erfordert - Engpässe kann sich hier niemand leisten. Klar, dass der Landmaschinenhersteller auf dem Weg zur digitalen Fabrik vorangehen will.

Seit Januar läuft im europaweit größten John-Deere-Werk in Mannheim nun ein Pilotprojekt auf Basis der Smart Manufacturing Platform von IBM. Am IBM-Stand auf der HANNOVER MESSE in Halle 7 können sich Besucher die Möglichkeiten anschauen: Das Demoszenario vor Ort zeigt, wie ein Traktor-Antriebsstrang gefertigt wird, angefangen bei der Kommissionierung. Direkt aus dem ERP-System heraus werden dem Werker die gerade benötigten Bauteile angezeigt; er bestätigt die Entnahme, was in Echtzeit in die zentrale Plattform zurückgemeldet wird. Im Hintergrund sichert die IT, dass die Materialversorgung jederzeit gewährleistet bleibt. Dokumentationen werden automatisch erstellt, die papierlose Fabrik wird Realität.

Der Rechner denkt und redet mit

Momentan arbeiten IBM und John Deere an der Integration der sogenannten Cognitive Maintenance: Falls in der Fertigung doch einmal ein Fehler auftreten sollte, kommt die Deep-Learning-Plattform IBM Watson ins Spiel. Der Werker fotografiert seinen Konstruktionsplatz - und die künstliche Intelligenz analysiert per Bilderkennungsalgorithmus, wo der Fehler liegt. Ein Sprachkommando genügt und Watson erklärt, wie der Fehler zu beheben ist. Ein Spezialist ist erforderlich? Das System prüft die Zeitpläne und schlägt den optimalen Wartungstermin vor, immer mit Hinblick auf mögliche Synergieeffekte.

Viele Prozesse lassen sich in der Fabrik der Zukunft vollständig automatisieren. Beispielsweise kann der Produktionsleiter anhand von Regeln definieren, welche Prozesse bei einer Ausnahmesituation angestoßen werden sollen. Eine wesentliche Voraussetzung für eine sich eigenständig steuernde Produktion, die den menschlichen Aufwand in der Fabrik erheblich senkt.

IBM Deutschland auf der HANNOVER MESSE

Auf der HANNOVER MESSE 2018 konnten Sie IBM Deutschland direkt vor Ort erleben und sich die neuesten Produkte und Services live präsentieren lassen. mehr

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