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Cobots

Der Greifermarkt gerät in Bewegung

Das wird buchstäblich weitreichende Folgen haben: Die drei Greifsystemhersteller Perception Robotics (USA), OptoForce (Ungarn) und OnRobot (Dänemark) fusionieren. Mit Kassow Robots feiert zudem ein weiteres Startup seinen Markteintritt.

27.06.2018
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Der Greifermarkt gerät in Bewegung (Foto: Kassow Robots)

Der Zusammenschluss der drei Cobot-Produzenten Perception Robotics , OptoForce und OnRobot , die unter dem Namen OnRobot weiterlaufen, soll nach Unternehmensangaben das kontinuierliche Wachstum der kollaborativen Robotik fördern. Vor allem aber ist die Fusion ein Schritt hin zum Ziel, weltweit führend in der Entwicklung und Produktion von Greifsystemen zu werden. Denn OnRobot soll weiter expandieren: CEO Enrico Krog Iversen erwartet einen Umsatz von mehr als 100 Millionen US-Dollar „in wenigen Jahren“. Die Eröffnung neuer regionaler Niederlassungen ist indes noch für 2018 geplant. Das Unternehmen operiert von Dänemark aus und ist unter anderem bereits in Deutschland und China präsent. Die drei Einheiten sollen ihre Arbeit eigenständig fortsetzen, heißt es bei OnRobot weiter.

Das Potenzial ist groß. Zwar ist der Anteil der Cobots an den insgesamt verkauften Industrierobotern nach Angaben von IRR (International Federation of Robotics) und Loup Ventures noch gering. Die Experten sagen dem Segment aber ein rasantes Wachstum voraus. Iversen sieht neben großen Konzernen verstärkt auch kleine und mittlere Unternehmen als Zielgruppe: Die geringe Stellfläche der Cobots und ihre sichere Zusammenarbeit mit Menschen erleichtere es dem Mittelstand, im globalen Wettbewerb zu bestehen.

Dänemark stärkt damit seinen Ruf als Zentrum der Cobot-Entwicklung. Nur wenige Tage vor Bekanntgabe der Fusion trat das Startup Kassow Robots an die Öffentlichkeit. Spezialität des Jungunternehmens aus Kopenhagen sind industrielle Leichtgewicht-Cobots mit sieben Achsen.