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Arbeitswelt im Wandel

Der Kampf um Praktikanten wird härter

Das Arbeiten im Technologiebereich gilt als hip – vor allem bei jungen Menschen. Das bringt etablierte Branchen in Zugzwang: Banken etwa kämpfen mittlerweile mit Apps und 36 Dollar Stundenlohn um Praktikanten.

08.09.2018
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Der Kampf um Praktikanten wird härter (Foto: CLEVIS GmbH)

Das berichtet das „Handelsblatt“. Es gehe Praktikanten heute nicht mehr nur um die Größe des Unternehmens, sondern um die Möglichkeiten, etwas zu bewegen, zitiert das Blatt Faye Woodhead, bei der Deutschen Bank unter anderem für die Praktikantenprogramme verantwortlich. Das Unternehmen habe mittlerweile zwei Apps entwickelt, um Nachwuchs-Talente zu finden und zu binden. Wettbewerber wie Goldman Sachs in New York etwa setzten auf monetäre Anreize – und böten Praktikanten schon mal Monatsgehälter von 8.640 US-Dollar.

Wie klassische Industrieunternehmen im Vergleich zu anderen Branchen abschneiden, zeigt der Praktikantenspiegel 2018 , erstellt von der Beratungsfirma Clevis. Danach liegt die durchschnittliche Vergütung in der Bauindustrie bei 996,92 Euro brutto im Monat, im Maschinen- und Anlagenbau bei 843,48 Euro. Banken, Finanzunternehmen und Versicherungen zahlen mit 1.240,78 Euro erheblich mehr. In der Rangliste der beliebtesten Arbeitgeber finden sich Industrieunternehmen wie Porsche und Würth Industrie Service erst auf dem vierten und fünften Platz. An der Spitze stehen Storck, Texas Instruments und Microsoft Deutschland. Um bestehen zu können, müssten Unternehmen innovativ und anpassungsfähig sein beziehungsweise werden, heißt es in der Studie weiter. Die wenigsten von ihnen nutzten bisher aber beispielsweise die Möglichkeit des Recruitings innerhalb des Alumni-Netzwerks.