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Integrated Energy

Der künftige IKT-Energiebedarf ist praktisch unbekannt

Welche Folgen der Zuwachs an Informations- und Kommunikationstechnologien auf den Energieverbrauch hat, ist bislang kaum absehbar. Die Deutsche Energie-Agentur (dena) sieht Forschungsbedarf.

07.01.2018
Claudia Witte
HMI-ID12-069db
(Chart: dena)

In einer Meta-Studie haben sich die Experten der dena mit zehn internationalen Studien zur Entwicklung des Energieverbrauchs von IKT auseinandergesetzt und sind zu ernüchternden Ergebnissen gekommen: Der einzige schlüssige Konsens ist, dass die neuen Technologien mehr Energie benötigen werden, insbesondere in Rechenzentren.

Eine ganzheitliche Betrachtung, bei der auch die Einsparpotenziale Berücksichtigung finden, fehlt aber: Intelligente Messsysteme, Smart-Home-Anwendungen und Energiespar-Apps tragen schon heute zu einer erhöhten Energieeffizienz in Wirtschaftsbetrieben und Privathaushalten bei. Auf der anderen Seite könnte der Energiehunger von rechenintensiven Technologien – etwa der Blockchain – auch ganzheitlich betrachtet, zu einem erhöhten Energiebedarf führen. Die dena kritisiert, dass für verlässliche Prognosen bislang die entsprechende Datenbasis fehlt, und fordert, diese Forschungslücke schnell zu schließen.

Tatsächlich verbrauchen einige technische Innovationen erschreckend viel Energie. Nach einer Schätzung des Digiconomist verbraucht zum Beispiel die weltweite Produktion der Digitalwährung Bitcoin in etwa so viel Strom wie der gesamte Staat Bulgarien, und mit dem Energiebedarf für eine einzige Bitcoin-Transaktion kämen mehr als acht typische Haushalte in den USA über den Tag.

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