HANNOVER MESSE 2019, 01. - 05. April
wechseln zu:
Digital Factory

Der Weg zur Smart Factory erfolgt in kleinen Schritten

In der Fertigungsindustrie kann der Weg zur vollständig vernetzten Fabrik nur aus vielen einzelnen Schritten bestehen. Eine gleichzeitige Umrüstung verschiedener Bereiche würde zum Produktionsstillstand und damit zu Verlusten führen, warnt die Firma IFSworld.

09.09.2018
IFSworld_Smart-Factory
Der Weg zur Smart Factory erfolgt in kleinen Schritten (Foto: Deutsche Messe AG)

IFSworld ist ein führender Anbieter von Business-Software mit Hauptsitz in Schweden. Aus ihrer langjährigen Erfahrung heraus nennt die Firma mehrere Punkte , die Fertigungsunternehmen bei der digitale Transformation beachten sollten. Eine vollständige Automatisierung gelingt demnach am besten in kleinen, zielgerichteten Einzelschritten: Den Anfang machen Investitionen in ausgewählte Projekte, die sich bei Erfolg ausbauen und schließlich mit anderen vernetzten Bereichen verknüpfen lassen. Dabei darf die Digitalisierung keinesfalls Selbstzweck sein, aus jedem der geplanten Schritte sollte sich ein konkreter Zuwachs an Mehrwert ergeben. Bei bereits vorhandenen Produktionsanlagen lohnen sich zusätzliche Investitionen zur Instandhaltung und Modernisierung nur dann, wenn die Möglichkeit besteht, sie durch Retrofit-Lösungen für den vernetzten, automatisierten Betrieb umzurüsten.

Darüber hinaus, so ISFworld, sei auch das Potenzial neuer Geschäftsmodelle zu prüfen. In der Fertigungsindustrie könnte das die Servitization sein: Hier treten Dienstleistungen bzw. die Vermietung von Maschinen an die Stelle des Verkaufs. Gelingen könne der digitale Wandel aber nur dann, wenn die Mitarbeiter kontinuierliche Weiterbildungen erhalten, die sie auf die Übernahme neuer und sich wandelnder Aufgaben vorbereiten.

Trotz aller Automatisierung bleibt der Mensch also die entscheidende Ressource der industriellen Fertigung – zu diesem Ergebnis kam in diesem Frühjahr auch eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt und Berufsforschung in Nürnberg.