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Energy

Der Wirkungsgrad von Power-to-Gas-Anlagen steigt

Ein Problem erneuerbarer Energien ist bislang das Zwischenspeichern. Bei Power-to-Gas-Lösungen ist die Forschung aber einen großen Schritt vorangekommen. Davon profitieren insbesondere große Industrieanlagen.

31.03.2018
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Foto: sunfire GmbH (Die Demonstratoranlage des Projekts HELMETH verbindet Methanisierung (links) und Elektrolyse (rechts)

Strom aus erneuerbaren Energien wird leider nicht immer dann gewonnen, wenn er benötigt wird. Finanzierbare, effiziente Speicherlösungen haben sich daher als K.o.-Kriterium der Energiewende erwiesen. Während die Automobilindustrie Vehicle-to-Grid-Szenarien erforscht, zeichnet sich auf dem übrigen Strommarkt eine Lösung ab, die das ohnehin bestehende Gasnetz nutzt: Power to Gas. Der Bundesverband Windenergie e.V. (BWE) und die Initiative Erdgasspeicher e.V. (INES) haben in einer Studie bereits dargelegt, dass sich der Energiebedarf der Industrie bis 2050 komplett über erneuerbares Gas bedienen ließe. Eine Schwierigkeit ist derzeit aber noch die Effizienz der Anlagen zur Energieumwandlung.

Standardanlagen erreichen derzeit einen Wirkungsgrad von knapp über 50 %. Forschern unter der Leitung des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) ist jedoch kürzlich die Hochtemperaturelektrolyse und Methanisierung mit einem Wirkungsgrad von über 75 % gelungen. Der wesentliche Fortschritt besteht in der Elektrolyse unter besonders hohen Temperaturen von rund 800 °C. Die Karlsruher kooperieren dabei zusammen mit Partnern aus der Industrie und Forschung im Rahmen des EU-Projekts HELMETH (Integrated High-Temperature Electrolysis and Methanation for Effective Power to Gas Conversion). Aus Deutschland sind die Sunfire GmbH und der deutsche Branchenverband für Gasanlagen DVGW maßgeblich an der Entwicklung beteiligt.

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