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Industrie 4.0

Deutsche Maschinenbauer sind – noch – optimistisch

Mensch oder Maschine? Wenn es um geplante Investitionen der deutschen Maschinenbauer geht, lautet die Antwort: beide. Sowohl die Weiterbildung von Mitarbeitern als auch Automati-sierung und Vernetzung stehen bei ihnen derzeit oben auf der Agenda.

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Deutsche Maschinenbauer sind – noch – optimistisch (Foto: PwC)

Das zeigt das aktuelle Maschinenbau-Barometer des Beratungsunternehmens PwC , für das rund 100 Führungskräfte der Branche befragt wurden. Ihre Stimmung ist gut: 85 % sagen der deutschen Wirtschaft auch in den kommenden zwölf Monaten ein Wachstum voraus. Für den Maschinen- und Anlagenbau rechnen sie im laufenden Jahr mit einem soliden Wachstum von 4,8 %. Noch positiver als die Aussichten für die Branche beurteilten die Befragten jene für das eigene Unternehmen: Im Durchschnitt wird hier ein Rekordwachstum von 8 % erwartet. Das kann, muss aber nicht so kommen. Sechs von zehn Unternehmen arbeiten bereits am Kapazi-tätslimit, so ein weiteres Ergebnis der Umfrage. Die durchschnittliche Auslastungsquote beträgt 92,4 %.

Investitionen sind somit nötig. Bei 76 % steht die Qualifikation der Mitarbeiter dabei im Fokus, gefolgt von der Nutzung neuer Produktionstechniken sowie Forschung und Entwicklung (jeweils 72 %). Auch die Digitalisierung ihres Geschäftsfeldes haben viele auf der Agenda. Größte Sorge der Maschinen- und Anlagenbauer bleibt der Fachkräftemangel, den 83 % der Befragten spüren. Steigender Kostendruck (74 %) und aktuelle politische Entwicklungen im Ausland (70 %) berei-ten ebenfalls vielen Kopfzerbrechen.

Auch Sascha Hackstein von der Beratung Atreus GmbH sieht die Branche im Zwiespalt. Um die deutsche industrielle Tradition mit der digitalen Welt zu verknüpfen, seien vor allem Innovatio-nen und die Offenheit für neue Ansätze gefragt, schreibt er auf produktion.de . Diese Erkenntnis sei jedoch noch nicht in allen Chefetagen angekommen. Zudem fehle vielen Unternehmen die Zeit, „intensiv und umfassend“ Pläne für die Zukunft zu schmieden.