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Industrie 4.0

Die Batteriefertigung setzt auf Digitalisierung und Recycling

Die iQ Power Licensing AG arbeitet an der Batteriefabrik der Zukunft: Eine Kombination von digitalisierter Prozessoptimierung und Inhouse-Recycling soll Kosten senken und die Produktivität erhöhen.

16.02.2018
Kai Tubessing
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Die Batteriefertigung setzt auf Digitalisierung und Recycling (Chart: Fraunhofer ISI)

Auf der diesjährigen Automotive Battery Conference (AABC) in Mainz stellte die iQ Power Licensing AG aus der Schweiz als Entwickler und Vermarkter von Starterbatterien für den automobilen Bereich das Konzept einer modernen, Industrie-4.0-tauglichen Batteriefabrik vor. Diese ist vollständig rechnergesteuert und setzt auf Technologien zur Produktionsautomatisierung sowie vernetzte Maschinenkommunikation. Dadurch wird dem Anbieter zufolge nicht nur der Personalbedarf in der Herstellung halbiert, sondern auch eine Reduktion der Produktionszeiten um über 60 % bei gleichzeitig 25 % Energieersparnis möglich. In Kombination mit der ebenfalls in die Fabrikation integrierten Recycling-Abteilung lassen sich zurückgewonnene Ressourcen wie beispielsweise Blei ohne Umwege wieder der Herstellung zuführen. So vermeidet die Anlage zusätzliche Lagerhaltungs- und Transportkosten.

Eine Steigerung der Produktivität ist nicht nur aus Rentabilitätsgründen wünschenswert. Allein der weltweite Bedarf an Blei-Säure-Batterien steigt der Pressemitteilung zufolge beständig und kann nur durch eine deutliche Ausweitung der Produktion befriedigt werden. Von einer exponentiellen Nachfragesteigerung nach Hochleistungsakkus unterschiedlichster Bauart geht auch eine Untersuchung des Fraunhofer Instituts für System- und Innovationsforschung ISI aus. Denn zu den Nachfragetreibern gehört nicht nur die Automobil-, sondern auch die Stromindustrie, die die Energiewende durch die Einrichtung von batteriebasierten Speicherkraftwerken zu stemmen versucht.

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