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Die Drecksarbeit geschieht in der Waschzelle

Eine Putzkraft im BMW-Werk Dingolfing hat härteste Arbeitsbedingungen: Sie steht bei von 60 °C mitten in der Waschzelle. Zum Glück ist sie ein Roboter.

02.02.2018
Florian Eichberger
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Die Drecksarbeit geschieht in der Waschzelle (Foto: KUKA)

Heftiges Spritzwasser, chemische Reinigungsmittel und die hohe Luftfeuchtigkeit sind selbst für den IP69-geschützten Reinigungsroboter aus der Baureihe KR Quantec nano von KUKA keine leichte Sache . Bei diesem Modell wurden daher eigens die Mechanik komplett gekapselt, der Innenraum unter Druckluft gesetzt und die gesamten Kabel innenliegend geführt. Die Aufgabe des Quantec nano ist es nun, Einzelbauteile von Dachkarosserien nach dem Umformen präzise vor die Waschdüsen zu führen, sodass auch die Innenreinigung zuverlässig vonstattengeht. Der gesamte Vorgang dauert lediglich 45 Sekunden und der Roboter kommt dabei sogar mit Bauteilen unterschiedlicher Größe klar. Projektverantwortlich für die Umsetzung bei BMW waren zwei niederbayerische Unternehmen: Schnupp Hydraulik und die WK Systemtechnik GmbH & Co. KG .

Auch sonst könnte das Handling bei belastenden Reinigungsarbeiten demnächst mehr und mehr von (kollaborativen) Robotiksystemen übernommen werden. China hat im aktuellen Dreijahresplan ausdrücklich Industrieroboter für Reinigung, Farbsprayen und vergleichbare Anwendungen vorgesehen. In Deutschland hat sich zum Beispiel die MTM GmbH in Marienheide auf Nasszellenroboter zur Bauteilereinigung in der Automobilindustrie spezialisiert.

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