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Digital Factory

Die Industrie ist zukunftsfit – außer bei der Sicherheit

Die Berater von KPMG haben eine gute und eine schlechte Nachricht für Industrieunternehmen: Sie sind zwar einer internationalen Umfrage zufolge gut für die digitale Zukunft gerüstet. Beim Schutz gegen Cyberrisiken muss aber noch mehr passieren.

02.07.2018
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Die Industrie ist zukunftsfit – außer bei der Sicherheit (Foto: KPMG)

Insgesamt hat KPMG 299 Industrieunternehmen befragt, davon 44 aus Deutschland. Die Unternehmenslenker haben die Zeichen der Zeit mehrheitlich erkannt und sehen die Digitalisierung als Chance. Mehr noch, zwei Drittel der befragten CEOs sind eigenen Angaben zufolge bereits darauf vorbereitet, dass sich ihr Geschäftsmodell grundlegend ändern wird. Gleichzeitig bekommen sie aber zunehmend Druck aus dem Kreis der Stakeholder zu spüren, diesbezüglich schnelle Erfolge vorzuweisen. Die Mehrheit der Befragten nutzt Allianzen mit anderen Unternehmen, um die eigenen Wachstumsziele zu erreichen.

Es ist zu hoffen, dass bei größerer Schnelligkeit die Sicherheit nicht unter die Räder kommt. Darauf deutet jedoch ein weiteres Ergebnis der Umfrage hin. Demnach ist nur die Hälfte der Teilnehmer überzeugt davon, gut vor Cyberangriffen geschützt zu sein. Alarmierend ist, dass ebenso viele sich nicht fragen, ob, sondern nur, wann ihr Unternehmen Opfer eines solchen Angriffes wird.

„Abwarten ist keine Option“, findet Peter Wirnsperger , Partner Cyber Risk Services bei der Beratung Deloitte. Auch er glaubt, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis „das erste für sicher gehaltene Unternehmen chargenweise Teile entsorgen muss, die aufgrund eines Hackerangriffs nicht korrekt produziert wurden“. Daher müssten unter anderem die Office- und Produktions-IT zusammen geschützt werden, wenn sie zusammenarbeiten sollen. Auch eine IT-technische Betriebsüberwachung für Produktionsmaschinen sei nötig.