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Arbeitswelt im Wandel

Die neue Robotik-Kommission konzentriert sich auf KI-Automatisierung

CDU, CSU und SPD haben eine Robotik-Kommission eingesetzt, die die Chancen und Risiken von KI untersuchen soll. Im Blick steht dabei auch die Schaffung neuer Industriearbeitsplätze.

25.05.2018
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Die neue Robotik-Kommission konzentriert sich auf KI-Automatisierung (Foto: DFKI (Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz) Uni Bremen)

Wie von der Klausurtagung im bayerischen Murnau zu vernehmen war, sieht die Große Koalition in der „Roboterrevolution“ die Möglichkeit, der deutschen Wirtschaft zu weiterem Schwung zu verhelfen. Der mit dem Deutschen Zukunftspreis 2017 ausgezeichnete Forscher Prof. Dr.-Ing. Sami Haddadin vom Lehrstuhl für Robotik und Systemintelligenz an der TU München stellte bei der Gründung der Fachkommission einen Prototyp vor, der unter anderem Mobiltelefone zusammenbauen kann. Damit könne man solche Geräte wieder wirtschaftlich in Deutschland fertigen, glaubt er. „Es ist kinderleicht, das System zu programmieren. Das können Facharbeiter, selbst Kinder können das“, zitiert der Tagesspiegel Haddadin. Weitere Chancen der KI sieht die Große Koalition beispielsweise bei der Unterstützung der Arbeit von Ärzten und der Feuerwehr. Des Weiteren könnten Städte durch intelligente Verkehrssteuerung entlastet werden. Ob die Kommission zu greifbaren und praktischen Ergebnissen kommt, bleibt abzuwarten.

Dass Robotik und KI in ihrer Kombination zu neuartigen Produktionsweisen führen werden, scheint indes festzustehen. Grund dafür sind Maschinen hoher struktureller Komplexität mit einer enormen algorithmischen Kapazität, schreibt Prof. Dr. Frank Kirchner , Leiter des Robotics Innovation Centers am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), im VDI-Wissensforum . Das bedeute jedoch nicht, dass die Roboter das Steuer übernehmen. Vielmehr werde sich die Produktion diversifizieren: „Robotik und KI werden zu einer Renaissance des Handwerkers führen bei gleichzeitiger Bedienung eines globalen Massenmarktes.“