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Digital Twin

Die Wartungsplanung für Fernzüge geschieht am digitalen Zwilling

Um Wartungsarbeiten besser planen zu können, verwendet Laing O’Rourke digitale Zwillinge. Dem Konferenzbericht zufolge sparen die Eisenbahner damit enorm viel Zeit.

29.06.2018
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Die Wartungsplanung für Fernzüge geschieht am digitalen Zwilling (Foto: Laing O’Rourke)

Während der Internet of Manufacturing in London berichtete Graham Herries, Director of Digital Technologies des größten britischen Baukonzerns Laing O’Rourke , über den Einsatz von Digital Twins bei den Eisenbahnlinien seines Unternehmens. Insbesondere die West Coast Main Line , eine der wichtigsten Verbindungen des Landes, wird aktuell mithilfe von digitalen Abbildern optimiert und überarbeitet.

Jeder Zug der Linie muss alle 20.000 Meilen gewartet werden, muss am Ende eines jeden Tages an einer bestimmten Stelle stehen und sollte zwischendurch möglichst pünktlich nach Fahrplan verkehren. Ein menschlicher Mitarbeiter benötigt für diese logistische Aufgabe etwa drei Stunden pro Tag und Zug und kann jeweils nur einen Tag vorausplanen. Laing O’Rourke hat daher einen digitalen Zwilling der Bahnverbindung geschaffen und mit einem heuristischen Wartungsalgorithmus versehen. Außerdem wurden die Berechnungen in die Microsoft-Cloud Azure ausgelagert. Seither dauern die Planungen nur noch 19 Sekunden, hinzu kommen noch 30 Minuten, in denen die Ergebnisse von einem menschlichen Beschäftigten überprüft werden. Laut Herries ist es nun zudem möglich, bis zu 23 Tage im Voraus zu planen. Als weitere Vorteile nannte er regelmäßigere Wartungsintervalle, eine gleichmäßigere Auslastung der zur Verfügung stehenden Züge, geringere Wartungskosten und zuverlässigere Verbindungen.

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