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Research & Technology

Eine Blockchain kontrolliert die Wasserreinigung

Eine US-Firma stellt ein neues, mobiles System für die Reinigung von stark verschmutztem Wasser vor und speichert die Untersuchungsergebnisse in der Blockchain.

06.11.2017
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Die Genesis Research & Technology Group in Houston, Texas (Foto: Genesis Research Technology)

Die Genesis Research & Technology Group in Houston, Texas, hat ein dreistufiges System zur Wasserreinigung entwickelt, das auch mit den stark verschmutzten Abwässern von Fracking-Anlagen fertigwerden soll. Es basiert auf drei patentierten Verfahren zur Ozonierung, Koagulation (Flockung) und Ultrafiltration des Wassers und soll komplett ohne den Einsatz von Chemikalien auskommen. Derzeit werden bei der Erdölförderung per Fracking pro Barrel Öl etwa zehn Barrel Wasser verschmutzt, die anschließend als Abwasser in unterirdischen Depots gelagert werden. Genesis verspricht nun, dass bei seinem Verfahren dasselbe Wasser mehrfach verwendet werden kann, was nicht nur den Verbrauch senkt, sondern auch die Kosten. Zudem sind die Kläranlagen des Unternehmens mobil und können an wechselnden Standorten betrieben werden.

Um das Misstrauen gegenüber der Fracking-Technologie und die Furcht vor Umweltschäden zu reduzieren, setzt Genesis das Blockchain-Verfahren ein. Über Arduino -Minirechner werden die Daten zur Wasserreinheit an den einzelnen Standorten regelmäßig an eine Ethereum -Blockchain übermittelt, wo sie dauerhaft auf allen angeschlossenen Computern gespeichert werden. Für die Finanzierung des Systems hat Genesis unter dem Namen Water Token eine ICO ( Initial Coin Offering ) gestartet, bei der Investoren über Bitcoin und andere Kryptowährungen Anteile in Form von Tokens erwerben können.

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