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Einzelblattstapeln macht Akkus kompakter

In großformatigen Lithium-Ionen-Zellen werden die Elektrodenbänder künftig übereinandergestapelt, statt wie bislang üblich gewickelt. Die Pilotfertigung arbeitet bereits vollautomatisch.

18.01.2018
Kai Tubessing
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Einzelblattstapeln macht Akkus kompakter (Foto: ZSW)

Batterien mit größerer Kapazität bei gleichzeitig geringerem Platzbedarf sind nicht nur für die Elektromobilität gefragt, sondern als Kernbestandteil von Batterie-Speicherkraftwerken eine grundlegende Voraussetzung der Energiewende. Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung in Ulm (ZSW) hat nun im Rahmen des Projekts STACK die vollautomatisierte Pilotfertigung von Lithium-Ionen-Zellen im Großformat in Angriff genommen, bei denen die Elektroden nicht mehr gewickelt, sondern gestapelt werden. Das soll sich nicht nur positiv auf die Langlebigkeit und Sicherheit auswirken, sondern zugleich für mehr Speicherkapazität bei gleicher Größe sorgen. Die Zellen entsprechen dem im automobilen Bereich üblichen, rechteckigen PHEV-1-Standard. Derzeit arbeiten die Forscher des Instituts an der Verbesserung des Elektrodenstaplers, der zur vollständig automatisierten Herstellung verwendet wird. Zumindest gegenwärtig erfordert die Produktion im Vergleich zu Akkus mit gewickelten Elektrodenbänden immer noch das Zwei- bis Sechsfache an Zeit.

Für Autobatterien aus dem Bereich der Elektromobilität ergeben sich über ihren ursprünglichen Einsatzzweck hinaus auch viele weitere Anwendungsmöglichkeiten: So nutzte BMW gebrauchte Akkus aus dem Modell i3 zum Aufbau einer Speicherfarm bei Leipzig , während die Stadtwerke Hannover ein Ersatzteillager von Mercedes-Benz als Batteriespeicher nutzen.

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