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Arbeitswelt im Wandel

Ford optimiert Produktionsabläufe mit Motion Tracking

Jetzt mal langsam! Motion Tracking wird eingesetzt, um schnelle Bewegungsabläufe zu analysieren und zu optimieren. Ford holte die Technologie in einem Pilotprojekt in die Werkhalle – und verbesserte damit die Arbeitsabläufe der Beschäftigten.

14.08.2018
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Ford optimiert Produktionsabläufe mit Motion Tracking (Foto: YouTube/Ford Europe)

Motion Tracking, oftmals auch als Body Tracking oder Motion Capture bezeichnet, kommt bereits in anderen Branchen zum Einsatz: Sportler nutzen es beispielsweise, um noch effizienter oder schneller zu werden. In der Film- und Games-Industrie werden mithilfe der Technologie Bewegungsabläufe möglichst originalgetreu auf die Leinwand oder den Monitor gebracht. Der Autobauer Ford hat Body Tracking nun rund ein Jahr lang mit 70 Beschäftigten im spanischen Motorenwerk in Valencia erprobt. Die Mitarbeiter trugen in insgesamt 21 Arbeitsbereichen einen speziellen Anzug, der mit 15 Bewegungssensoren ausgestattet war. Diese wiederum waren mit einer drahtlosen Erkennungseinheit verbunden.

Während der Projektphase sammelte das System eine Menge an Daten, indem die Bewegungen von vier Motion-Tracking-Kameras aufgezeichnet wurden. So konnten die Bewegungsabläufe der Beschäftigten bei der Arbeit in ein 3D-Skelettmuster übertragen werden. Anschließend leiteten ausgebildete Ergonomiespezialisten daraus Empfehlungen zur Verbesserung der Körperhaltung der Mitarbeiter ab. Ford denkt bereits darüber nach, das Projekt auf andere europäische Standorte auszuweiten.

Die Technologie wird unter anderem auch in der Robotik eingesetzt. So präsentierte Festo auf der Hannover Messe 2018 den BionicFlyingFox : Der Roboter ahmt die Bewegung von Flughunden nach. Damit er sich teilautonom bewegen kann, erfasst ein Motion-Tracking-System mit Kameras permanent seine aktuelle Position.