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Gelobt sei, was hart macht!

Mit einem optimierten Verfahren unterstützt das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) die Bosch Rexrodt AG bei der effizienten Beschichtung von Hydraulik-Kolbenstangen mit Hochleistungslaseranlagen.

20.10.2017
fraunhofer_iws_boschrexroth
Fraunhofer IWS_Bosch Rexroth

In Anwesenheit von Prof. Dr. Eckhard Beyer, geschäftsführender Institutsleiter des Fraunhofer IWS Dresden, und Bernd Bodenstedt, Technical Plant Manager von Bosch Rexroth am niederländischen Standort in Boxtel, wurde jetzt ein von den beiden Partnern in enger Kooperation entwickelter Prozess für effizientes Hochleistungs-Laser-Pulver-Auftragschweißen offiziell freigegeben. Zuvor hatte ein Wissenschaftlerteam des IWS eine bestehende Anlage für das Beschichten großer Hydraulik-Kolbenstangen von bis zu 19 Metern Länge und 600 Millimeter Durchmesser so umgerüstet, dass die Produktivität der Anlage durch das neue Verfahren gleich um ein Vielfaches gesteigert wird. Im Zuge dieser Um- und Aufrüstung bereiteten die sächsischen Forscher die Systemtechnik der Anlage auch gleich für zukünftige Industrie-4.0-Anwendungen vor.

Doch damit nicht genug: Dank eines ebenfalls vom Fraunhofer IWS entwickelten und in die Bosch-Rexroth-Anlage implementierten induktiven Erwärmungsverfahrens können jetzt auch risskritische und schwer schweißbare Beschichtungen fehlerfrei aufgebracht werden. Diese schützen unter anderem wirksam gegen Korrosion und stellen somit eine preiswerte sowie umweltfreundliche Alternative zu den konventionellen Nickel-Chrom-Beschichtungen dar. "Wir können von einer einzigartigen Entwicklung sprechen", sagt Bernd Bodenstedt. "Die Optimierung der Anlage und der Technologie zielte nicht nur darauf ab, unsere technischen Möglichkeiten sowie die Beschichtungspalette zu erweitern, sondern den gesamten Prozess hinsichtlich Effizienz zu verbessern. Dank dem Fraunhofer IWS war es uns möglich, den Ende 2016 eingeführten Prozess des Laserstrahl-Auftragschweißens weiter auszubauen. Wir verfügen nun über einen weniger kritischen, dafür deutlich stabileren Prozess - bei einer enormen Qualitätssteigerung."

Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS (D-01277 Dresden)
Website: www.iws.fraunhofer.de/

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