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Leichtbau

Hinterradschwinge aus Carbon bekommt den JEC Innovation Award

BMW hat flexible Verfahren für die Serienfertigung von Carbon-Motorradteilen mit skalierbarer Festigkeit entwickelt und ist dafür in Paris ausgezeichnet worden.

17.04.2018
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Hinterradschwinge aus Carbon bekommt den JEC Innovation Award (Foto: BMW Group)

Auf der JEC World , die vom 6. bis zum 8. März stattfand, hat BMW Motorrad eine Hinterradschwinge aus Kohlefaserverbundstoffen (CFK) präsentiert und dafür den Preis in der Kategorie Freizeit & Sport erhalten. Neu ist, dass sich diese Werkstoffe nun kostengünstig in Serie verbauen lassen und dennoch in der Festigkeit variabel sind. Bei Teilen, die hohen Belastungen ausgesetzt sind, kommen starke Endlosfasern zum Einsatz; wenn die Anforderungen nicht ganz so hoch sind, wird ein Spritzgussumfang mit kurzen CFK-Recycling-Fasern eingesetzt. Zusätzlich ermöglichen verschiedene Composite- und Metalleinlagen sowie zusätzliche thermoplastisch fügbare CFK-Platten eine weitere Skalierbarkeit bei der Festigkeit. Die jeweils geforderten Bauteileigenschaften lassen sich an ein und demselben Werkzeug einstellen.

Der Autobauer BMW ist im Hinblick auf Mexiko, das diesjährige Partnerland der Hannover Messe , einer der wichtigsten deutschen Player. Die Bayern hatten den Standort zunächst als Produktionssprungbrett für den US-amerikanischen Markt anvisiert, denken derzeit aber laut darüber nach, ob sich diese Position nicht ausbauen lasse. Andreas Klugescheid, Vice President Governmental Affairs bei BMW, wird sich zu diesem Thema am 24. April auf der Hannover Messe bei der DIHK-Podiumsdiskussion mit weiteren Außenhandelsexperten äußern.