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Industrie 4.0

Im Hamburger Hafen heißt es „Leinen los“ für die Blockchain

Mehr Sicherheit im Containerverkehr ist das Ziel eines neuen Forschungsprojekts auf Blockchain-Basis. Es soll die Freistellreferenz von Frachtcontainern effizienter und sicherer gestalten.

09.09.2018
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Im Hamburger Hafen heißt es „Leinen los“ für die Blockchain Foto: : HHM/Michael Lindner)

ROboB (Released Order based on Blockhain) heißt das Projekt, das bis zum 31. Januar 2020 läuft. Im Mittelpunkt steht die Freistellreferenz zur Übergabe wertvoller Containerfrachten: Diese wird zwischen allen am Ablauf beteiligten Partnern ausgetauscht und berechtigt beispielsweise ein Logistikunternehmen zur Abholung eines Containers. Durch den Blockchain-Einsatz zur Bereitstellung einer gemeinsamen Datenbasis erhoffen sich die am Projekt beteiligten Partner, die Zugriffsberechtigung effizienter und gleichzeitig sicherer zu gestalten. Dabei kommen unveränderliche digitale Signaturen zum Einsatz, die ihrerseits Kryptographie und Konsens-Algorithmen verwenden. Im Rahmen des Projekts werden zwei alternative Vorgehensweisen auf ihre Praxistauglichkeit geprüft.

ROboB ist ein Verbundprojekt des Programms für Innovative Hafentechnologien (IHATEC), das vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) gefördert wird. Zu den Partnern zählt das Institut für Logistik und Unternehmensführung der Technischen Universität Hamburg, die Federführung liegt bei DAKOSY , dem Betreiber des Port Community Systems.

Auch am Hafen Rotterdam finden Blockchain-Technologien bereits Verwendung: Im so genannten BlockLab erforscht die Entwicklungsgesellschaft „InnovationQuarter“ unterschiedliche Anwendungsmöglichkeiten, von der Optimierung der Güterströme bis zur Energiewende im Hafen.