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In Bremen übernehmen mobile Hafenroboter das Löschen

Die Arbeitsbedingungen an Seehäfen sind extrem: Täglich schleppen die Arbeiter mehrere hundert Kisten mit bis zu 35 kg Einzelgewicht, bei jedem Wetter. Spezielle Roboter könnten das einfacher machen.

06.02.2018
Tim Stockschläger
Foto: Tchibo
Foto: Tchibo

Das Bremer Institut für Produktion und Logistik (BIBA) an der Universität Bremen entwickelt derzeit ein Interaktives Robotiksystem zur Entleerung von Seecontainern (IRiS). Entwicklungspartner sind die BLG Handelslogistik und Schulz Systemtechnik (beide Bremen) sowie der Bildverarbeitungsspezialist Framos aus Taufkirchen bei München, der für die Objekterkennung sorgt. Die mobilen Roboter sollen sowohl die physische Belastung der Hafenarbeiter reduzieren als auch die Effizienz der Be- und Entladungsvorgänge steigern. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) fördert das Projekt im Rahmen des Programms Innovative Hafentechnologien (IHATEC) mit 2,2 Millionen Euro.

Ein zentraler Forschungspunkt sind die Interaktionsschnittstellen von Mensch und Roboter. Denn erstens muss die Kollaboration gefahrlos möglich sein, was in nicht bzw. wenig standardisierten Szenarien keine triviale Aufgabe ist, zweitens sollen deshalb auch Nachkorrekturen einfach und ohne Programmierkenntnisse möglich sein. Damit das klappt, entwickelt Schulz Systemtechnik einen digitalen Zwilling des Hafenroboters, der schon früh virtuelle Testläufe möglich machen soll; die ersten Prototypen könnten dann bereits 2019 an den Start gehen.

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