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Industrie 4.0

Innovationszentren allein machen nicht innovativer

Unternehmen investieren in Innovationszentren – werden dadurch aber insgesamt nicht innovativer. Klingt komisch, ist aber so – wenn man einer neuen Studie von Capgemini Glauben schenkt. Sie erklärt gleichzeitig, woran es hakt.

05.01.2018
Michael Triadan
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Innovationszentren allein machen nicht innovativer (Bild: CapGemini

Insgesamt hat Capgemini für seine internationale Analyse „The discipline of innovation“ 1.700 Mitarbeiter in 340 Organisationen befragt. Demnach ist die Anzahl an Innovationszentren seit Oktober 2016 um 27 % gewachsen. Doch obwohl 87 % der Befragten über ein Innovationszentrum verfügen, hat keines der Unternehmen eine konsistente Erfolgsbilanz, die zeigt, dass Innovationen von der ersten Idee bis zur kommerziellen oder operativen Umsetzung verfolgt werden. Gerade mal 17 % geben an, dass sie eine unternehmensweite Innovationskultur haben. Das ist jedoch nur einer der Gründe für die ernüchternden Ergebnisse. Auch das mangelnde Zusammenspiel mit einer größeren Zulieferer- oder Partnergemeinschaft ist den Beratern zufolge ein Hemmschuh.

In Deutschland ist die Zahl der unternehmenseigenen Innovationszentren auf mittlerweile 78 gestiegen. Über 50 % davon sind Inkubatoren, die sich vor allem mit Mobilität, Finanzdienstleistungen oder Medien beschäftigen. Berlin bleibt mit vier im ersten Quartal 2017 neu eröffneten Innovationszentren unter den Top-10-Städten. An der Spitze liegt, kaum verwunderlich, das Silicon Valley, gefolgt von Singapur und London.

Wenn mangelnde Vernetzung offensichtlich eines der Probleme bei Innovationszentren ist, kann womöglich der BVIZ helfen. Der Bundesverband Deutscher Innovations-, Technologie- und Gründerzentren sowie Wissenschafts- und Technologieparks besteht bereits seit 1988. Er hat sich unter anderem zum Ziel gesetzt, den Technologietransfer zu unterstützen.

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