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Cobots

Jonathan und Fritzchen sorgen für soliden Sound

Beyerdynamic will die Produktivität bei gleicher Kapazität um 50 % steigern, ohne dabei Qualitätsstandards zu vernachlässigen. In einem Pilotprojekt haben zwei Cobots Teilaufgaben der Kopfhörerproduktion übernommen.

07.01.2018
Michael Triadan
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Jonathan und Fritzchen sorgen für soliden Sound (Foto: Beyerdynamic)

Die Lösung stammt von Universal Robots in Zusammenarbeit mit Robotiq . Wie Helmut Schmid, Geschäftsführer von Universal Robots Germany, in einem Fachartikel für all-electronics.de berichtet, sei bei der Produktion hochwertiger Audiogeräte die Prozessstabilität der entscheidende Faktor. Gerade für filigrane und daher manuelle Arbeitsschritte ist sie jedoch nicht dauerhaft gegeben. Nun unterstützen zwei Cobots namens Jonathan und Fritzchen die Mitarbeiter bei Beyerdynamic , indem sie Qualitätsschwankungen reduzieren und die Produktivität des Vorgangs erhöhen. Während sie die repetitiven Aufgaben übernehmen, können sich die Mitarbeiter aus Fleisch und Blut Tätigkeiten mit höherer Wertschöpfung widmen.

Um Berührungsängste abzubauen, sind die Projektpartner einen ungewöhnlichen Schritt gegangen, führt Schmid weiter aus: Bevor sie ihre Arbeit aufnahmen, wurde einer der kollaborierenden Roboter für ein Sommerfest des Unternehmens zum Mixen von Cocktails programmiert. Dies, eine offene Kommunikation vom Start weg und die freie Entscheidung der Beschäftigten, wer mit den Cobots zusammenarbeiten will, hat die anfängliche Skepsis zerstreut.

Auch ein anderes aktuelles Cobot-Pilotprojekt ist bereits erfolgversprechend verlaufen. „Begleit-Roboter für Postzustellung erntet Lob“, titelte heise.de zum Einsatz von Zustellrobotern bei der Deutschen Post. Wie nun bekannt wurde , will das Unternehmen das Projekt nach einem „sehr positiven Fazit“ weiterentwickeln.

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