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Young Tech Enterprises

Kleinere Städte wachsen zu Tech-Zentren heran

Wer an Technologiestandorte denkt, dem fallen wohl zunächst Städte wie München oder Berlin statt Karlsruhe, Aachen oder Ingolstadt ein. Letztere haben aber beträchtliches Zukunftspotenzial.

16.02.2018
David Schahinian

Das zeigt eine Analyse der Jobplattform Joblift, für die insgesamt 17 Millionen Stellenanzeigen der letzten zwei Jahre untersucht wurden. Entscheidende Kriterien waren unter anderem der Anteil von Ausschreibungen technischer Jobprofile an den gesamten Inseraten eines Standorts und das Stellenwachstum der Technologiebranche. Neben den drei Erstplatzierten Karlsruhe, Aachen und Ingolstadt haben demnach auch Jena, Regensburg, Erlangen, Bonn, Mannheim, Ulm und Darmstadt gute Chancen.

Die Analyse förderte weitere interessante Einsichten zutage. So zeigte sich, dass neun der zehn am stärksten wachsenden Tech-Zentren keine Großstädte sind. Als Gründe dafür nennen die Autoren günstigere Mieten und Grundstückspreise sowie den zunehmenden Wettbewerb um IT-Spezialisten. Wer sich in der Nähe einer exzellenten Ausbildungsstätte niederlässt, hat besseren Zugang zu den Absolventen. Gute technische Universitäten und Lehrangebote in Entrepreneurship begünstigen augenscheinlich die Ansiedlung von Tech-Unternehmen. Viele Universitäten stützen diesen Trend, berichtet das Manager Magazin . Sie richten zunehmend und mit wachsendem Erfolg Startup-Zentren ein. Auch „Provinzuniversitäten“ sorgten damit für eine Modernisierung der Unternehmenslandschaft. Ein weiterer Aspekt ist, dass sich viele Gründer mit ihren Startups für einen Standort in der Nähe ihrer Heimatuni entscheiden.