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Künstliche Intelligenz

Künstliche Intelligenz hungert sich ressourcenschlank

Entzieht man einer Deep-Learning-KI die Arbeitsgrundlagen und gibt ihr Zeit, sich daran anzupassen, so macht die Not erfinderisch. Ziel der erzwungenen Evolution: künstliche Intelligenz, die trotz knappster Mittel überlebt.

26.11.2017
Claudia Witte
University of Waterloo
Künstliche Intelligenz hungert sich ressourcenschlank (Foto: University of Waterloo)

Gegenwärtige AI-Systeme verlangen einiges. Sie setzen eine hohe Rechenleistung, umfangreichen Speicher und eine vernetzte Umgebung voraus. Forscher der University of Waterloo wollen ihnen den Ressourcenhunger abtrainieren und versuchen es mit Prozessen der biologischen Evolution: Sie verknappen nach und nach Speicherplatz und Rechenleistung und sie nehmen dem System die Internet-Verbindung – mit erstaunlichem Erfolg: Eine AI-Software zur Objekterkennung schrumpfte auf diese Art im Laufe der Zeit auf ein Zweihundertstel ihrer ursprünglichen Größe.

Die Anwendungsgebiete für derart kompakte AI-Systeme sind breit gestreut. Als nützlich könnten sie sich in Mobiltelefonen erweisen, die ja oft auf Internet-Verbindungen mit stark schwankender Bandbreite angewiesen sind. Auch bei Industrierobotern oder in datenschutzkritischen Bereichen könnten die abgespeckten AI-Systeme wertvolle Dienste leisten. Wie leistungsfähig AI-Systeme werden können, die auf Deep Learning basieren, hat Google erst kürzlich mit seiner Go-spielenden AI AlphaGo Zero unter Beweis gestellt.

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