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Smart Supply

Läuft wie geschmiert!

Auf dem Weg zur Industrie 4.0 und zu neuen Antriebskonzepten sind auch Branchen gefordert, die man auf dem ersten Blick nicht auf dem Schirm hat. In einem neuen Projekt arbeitet jetzt eine ganze Reihe von Partnern an Schmierstoffkonzepten, die mit den neuen Anforderungen Schritt halten können.

17.01.2018
Bechem_Schmierstoffe_Industrie_4_0
Bechem Schmierstoffe Industrie_4_0

Viele Industriebereiche befinden sich im Wandel - ganz allgemein hin zur digitalisierten und viel beschworenen Industrie 4.0 und ganz speziell in der Automotive-Industrie hin zu neuen Antriebskonzepten. Bei all dem wird die Kommunikation zwischen Mensch und Maschine sowie zwischen Maschine und Maschine einen deutlich größeren Raum einnehmen als bisher. Dies wirkt sich auch auf Bereiche aus, die man im ersten Moment vielleicht nicht auf der Rechnung hat, zum Beispiel auf die Schmierstoffe. Neuere elektrische Antriebe wie Elektromotoren und Generatoren von Fahrzeugen und Anlagen arbeiten zunehmend im Hochvoltbereich und erzeugen daher deutlich stärkere Wechselfelder als konventionelle Anlagen. Bei den Leistungsstellern, mit denen die Motorleistung gesteuert wird, kann es daher zu "parasitären" Streuströmen kommen, die elektrische Überschläge und Stromdurchgänge in Wälzlagern bewirken können. Die sich hierbei ergebende Wärme kann zu Entladungskratern, punktuellen Verschweißungen, Schmelzmarken sowie zur Oxidation und zum Verbrennen des Schmierfetts führen - was im schlimmsten Fall die Zerstörung des Lagers zur Folge hat.

Zur Entwicklung von Gegenmaßnahmen wurde jetzt das Projekt "Steigerung der Produktionseffizienz durch Online-Messung elektrischer Eigenschaften leitfähiger Schmierstoffe" ins Leben gerufen. In ihm sollen Erkenntnisse speziell für den Bereich Industrie 4.0 gewonnen werden, indem Sensorsysteme im laufenden Produktionsprozess die Leitfähigkeit der in Anlagen eingesetzten Schmierfette, deren Temperatur sowie den Verschleiß von Schmierstoff und geschmiertem Wälzlager erfassen. Ziel ist es, eine kontinuierliche Zustandsüberwachung und eine optimierte zustandsorientierte Lastregelung online zu ermöglichen. Die CARL BECHEM GmbH aus Hagen ist in diesem Projekt mit der Entwicklung des Spezialschmierstoffs und dessen Anpassung an das Sensorsystem betraut. Weitere Projektpartner des durch Mittel des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) geförderten Projektes sind unter anderem die Unternehmen Eich Rollenlager GmbH, die Triboot Technologies GmbH, die Turck duotec GmbH, die Fachhochschule Südwestfalen sowie die 4Inno Ingenieurgesellschaft mbH.

CARL BECHEM GMBH (D-58089 Hagen)
Website: www.bechem.com

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