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HANNOVER MESSE 2018, 23. - 27. April
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Digital Twin

Lernen vom digitalen Zwilling

Der Hype um Datenbrillen macht Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR) en vogue. Die Industrie hat den hohen Nutzen dieser Technologien schon vor Jahrzehnten erkannt – und entwickelt sie immer weiter. Nicht nur die Produktentwicklung profitiert davon immens.

25.07.2016
AugmentedReality

Das Thema Virtual Reality begeistert Massen. Weltweit kommt keine Digitalmesse mehr ohne aus. Nicht zuletzt, weil der Einsatz von Datenbrillen zurzeit absolut angesagt ist: In diesem Jahr bringen zahlreiche Hardware-Hersteller ihre Brillen-Innovationen auf den Markt.

Das Segment verspricht attraktives Wachstum: In den kommenden zwei Jahren soll sich der Umsatz von AR- und VR-Hardware und -Software von knapp vier Milliarden auf fast 20 Milliarden Euro vervielfachen, schätzt das Beratungsunternehmen Digi-Capital . Das Investmenthaus Goldman Sachs geht sogar davon aus, dass Virtual und Augmented Reality die Welt ebenso verändern werden wie Smartphones. Bis zum Jahr 2025 sollen ganze 80 Milliarden US-Dollar jährlicher Umsatz in diesem Bereich erzielt werden . Damit wäre der Markt so groß wie der für Desktop-PCs heute.

Der Grund dafür dürfte allerdings weniger im Endverbrauchermarkt liegen, sondern in der rasanten Entwicklung der Technik für industrielle Zwecke. Es gibt zahlreiche Beispiele für den erfolgreichen Einsatz von VR und AR. Die Visualisierung von Platinen oder Auto-Karosserien vereinfacht die Produktentwicklung seit Jahren. Produktdesign mit CAD-Programmen reduziert Entwicklungskosten deutlich, weil weniger Prototypen hergestellt werden müssen. Großbauwerke werden mit Hilfe der Virtual-Reality-Technologie bereits in der Planungsphase erlebbar. So finden Architekten und Statiker beim virtuellen Walkthrough leichter Mängel und können diese beheben, bevor der erste Spatenstich getan ist.

Mixed Reality für Industrie und Gesundheit

Augmented Reality unterstützt die Industrie etwa bei der Wartung großer Maschinen. Hat etwa der Mechaniker bei der Montage eines Bauteils im Bauch eines Schiffes ein Problem, kann ihn ein Service-Techniker der Herstellerfirma im virtuellen Raum bei der Fehlerbehebung anleiten. Ganz egal, ob sich das Schiff noch in der Werft befindet oder im Dock auf der anderen Seite der Welt.

In der Medizin lassen sich Chirurgen während einer Operation längst Bilder des Computertomographen auf einer Datenbrille anzeigen. Dies ermöglicht es ihnen, bei Operationen präziser zu arbeiten. Der Software-Riese und HANNOVER MESSE Aussteller SAP verknüpft Virtual Reality und Augmented Reality für seine In-Memory-Datenplattform SAP HANA miteinander. Die kombinierte Lösung ermöglicht beispielsweise die Fernwartung von Strommasten. Der Techniker bewegt sich dabei in Sekundenschnelle virtuell von Mast zu Mast, verlässt in Wahrheit aber nicht einmal den Raum, von dem aus er seinen Rundgang gestartet hat.

Mit Hilfe von Augmented und Virtual Reality lassen sich immer mehr Eigenschaften von Produkten in digitale Modelle zusammenfügen – und durch selbstlernende Systeme sogar automatisch optimieren. Je besser die Softwaretools vernetzt sind, desto einfacher ist dies und desto genauer bildet der digitale Zwilling die Realität ab. Die Grenzen zwischen digitaler und realer Welt verschwimmen also immer stärker .

3-D-Visualisierung auf der HANNOVER MESSE

Wie der Einsatz von Virtual Reality und Augmented Reality in den kommenden Jahren die Produktentwicklung in Konzernen und mittelständischen Unternehmen weiter verändern wird, lies sich auf der vergangenen HANNOVER MESSE in den Hallen 6, 7 und 8 erleben. Hier war der Treffpunkt für Experten, Stakeholder und Unternehmen, die sich hier mit ihren neuesten Innovationen und zahlreichen Anwendungsbeispielen präsentieren. Auf dem CAE Forum zeigten zudem Experten aus Industrie und von Hochschulen in Fachvorträgen, was Simulation, Additive Fertigung und 3-D-Visualisierung leisten können.

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