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Lieferroboter begleiten Briefträger

PostBOT statt Postbote? So weit geht die Deutsche Post bei ihrem Test in Hessen nicht. Der neue Zustellroboter soll die menschlichen Kollegen vielmehr beim Austragen der Sendungen unterstützen.

24.11.2017
Marie-Lucine Tapyuli
dhl postbot
Lieferroboter begleiten Briefträger (Foto: Deutsche Post AG)

Der elektrisch fahrende PostBOT folgt den Zustellerinnen und Zustellern auf ihrer Tour durch die Smart City Bad Hersfeld automatisch. Der Helfer, eine Effidence -Variante, ist seit Oktober in zwei Zustellbezirken unterwegs und kann bis zu sechs Briefbehälter mit Sendungen transportieren. Mittels Sensoren erkennt er die Beine der Zusteller und folgt diesen auf Schritt und Tritt. Für die Briefträger hat das zwei Vorteile. Sie müssen nicht nur weniger schleppen – immerhin transportieren sie täglich bis zu 130 kg Post. Sie haben darüber hinaus auch die Hände frei, um die Sendungen einfacher zu verteilen.

Der rund sechswöchige Test soll zeigen, wie Roboter die Menschen im körperlich anspruchsvollen Zustellalltag künftig unterstützen können. Offenbar funktioniert das ganz gut. Einem Bericht von heise.de zufolge verlief der erste Monat ohne Pannen. Eine Entscheidung über die Fortführung des Projekts soll Ende November fallen.

Zahlreiche weitere Unternehmen aus Industrie und Handel experimentieren bereits mit ähnlichen Lösungen. Kürzlich hat das estnische Robotik-Startup Starship nach 100.000 absolvierten Kundenkilometern eine erste Bilanz gezogen, berichtet logistra.de . In Hamburg nutzen unter anderem der Paketzusteller Hermes und Domino’s Pizza die kleinen Roboter. Der Vorteil für die Kunden liegt vor allem in der Unterstützung von Lieferungen zu Stoßzeiten am Abend.

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