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Predictive Maintenance

Maschinenbauer suchen noch nach PM-Geschäftsmodellen

Vorausschauende Wartung zählt zu den Schlüsselvorteilen von Industrie 4.0. Für den Maschinen- und Anlagenbau wäre sie ein Differenzierungshebel, um nachhaltig Service-Umsätze aufrechtzuerhalten.

23.11.2017
Marie-Lucine Tapyuli
Roland Berger
Maschinenbauer suchen noch nach PM-Geschäftsmodellen (Foto: Roland Berger GmbH)

Predictive Maintenance (PM), eine Weiterentwicklung des Condition Monitoring, überwacht und erkennt den Verschleißzustand von Maschinen und Anlagenkomponenten. Auf Basis der erfassten Daten lassen sich künftige Maschinenzustände erstaunlich genau vorhersagen, was wiederum die Planung von rechtzeitigen (!) Maßnahmen zur Instandhaltung unterstützt und die Ausfallsicherheit erhöht. Insofern ist PM ein wichtiger Effizienzfaktor für alle Prozess- und Fertigungsunternehmen. Für den Maschinen- und Anlagenbau wiederum ändert sich damit die Rolle der Wartung grundlegend, vom notwendigen Übel zum potenziellen Erlösmodell .

Genau daran hapert es allerdings oft noch, wie eine Studie von Roland Berger, VDMA und der Deutschen Messe aufzeigt. Befragt wurden dabei deutsche Maschinenbauer nach ihrer Einschätzung der Bedeutung, den Chancen und der Implementierung von PM-Lösungen. Das Ergebnis: Zwar erwarten viele Unternehmen ein wachsendes Neugeschäft, sind sich jedoch oft nicht darüber im Klaren, wie sich damit Geld verdienen lässt. Häufig gehen ihre Überlegungen eher in Richtung aufwandsorientierter Abrechnung statt erfolgsorientierter, "digitalerer" Preismodelle. Auch weitere wichtige Faktoren wie das genaue Verständnis der Kundenbedürfnisse und eine daran orientierte klare Formulierung eines Geschäftsmodells werden bislang vielfach nicht systematisch angegangen.

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