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Cobots

Menschen und Maschinen müssen die Zusammenarbeit lernen

Kollege Roboter – in der Industrie ist das längst gelebte Realität. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin hat nun ein Projekt gestartet, das eine optimale und menschengerechte Zusammenarbeit fördern soll.

17.08.2018
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Menschen und Maschinen müssen die Zusammenarbeit lernen (Foto: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin)

Dazu werden im Laufe des Jahres vier BAuA-Webdokumentationen im sogenannten Scrollytelling -Format veröffentlicht, von der die erste nun online abrufbar ist. Mittels Texten, Bildern und Videos werden Chancen und Risiken der modernen Robotik gezeigt – und wie die Wissenschaft dazu beitragen kann, dass Mensch und Cobot Hand in Hand arbeiten. Eine Zusammenarbeit wird auch künftig unerlässlich sein, ist sich die BAuA sicher: Zwar arbeiten Roboter präzise und schnell, ohne zu ermüden, doch halte sich ihr Improvisationstalent „in den engen Grenzen ihrer Programmierung“. Abgerundet wird der rund 15-minütige Beitrag mit Beispielen aus der betrieblichen Praxis.

Nachdem zunächst vor allem der technische Fortschritt die Cobot-Diskussion in der Öffentlichkeit geprägt hat, rücken neuerdings auch immer mehr Themen in den Fokus, die den praktischen Umgang zwischen Mensch und Maschine betreffen. So geben etwa Experten im Heise-Magazin Technology Review Tipps zur Kooperation . Dazu zählt etwa, die Zusammenarbeit zu lernen: Forscherin Julie Shah vom MIT hat beispielsweise herausgefunden, dass Menschen dazu neigen, ihre Arbeit von der des Roboters zu trennen und wenig davon abzugeben. Diese Eifersucht nütze am Ende weder der Maschine noch dem Mitarbeiter. Auch das ZDF hat das Thema „Kollege Roboter“ jüngst aufgegriffen. Die 45-minütige Dokumentation liefert unter anderem Einblicke in mehrere Organisationen, die bereits Roboter einsetzen. Gleichzeitig beleuchtet sie, was die Entwicklung für die Belegschaften bedeutet.