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Mexikanische Autobauer liegen gut im Rennen

Den Einbruch beim Export in die USA verkraftet die mexikanische Automobilindustrie offenbar besser, als viele erwartet hatten. Selbst die NAFTA-Hängepartie kann Investitionen nicht länger ausbremsen.

20.12.2017
Claudia Witte
AMDA
Mexikanische Autobauer liegen gut im Rennen (Grafik: AMDA)

Das Ausfuhrvolumen lag im November um 12 % höher als im Vorjahresmonat . Die Zielregionen Kanada, Europa und Asien können den US-Exportrückgang anscheinend gut abfangen – auch wenn viele Autohersteller derzeit argwöhnisch auf den großen Nachbarn blicken, seit US-Präsident einen NAFTA-Ausstieg in den Raum gestellt hat. In Mexiko selbst hat das Freihandelsabkommen bis dato nicht zum erhofften Erfolg geführt. Und bei Ford hält man ein NAFTA-Ende anscheinend nicht für realistisch: Nachdem der Hersteller im Frühjahr nach heftiger Präsidentenkritik seine Pläne für ein E-Mobility-Werk in Mexiko zurückgezogen hatte, sollen die Elektrofahrzeuge nun doch südlich der Grenze montiert werden. Auch Zulieferer wie der Nürnberger Bordnetzspezialist Leoni setzt auf Mexiko als Standort der Automobilproduktion und hat Ende November in Mérida (Yucatán) ein neues, betont umweltfreundliches Werk eröffnet.

Der Kfz-Absatz in Mexiko selbst ist im November allerdings deutlich eingebrochen (− 8,5 %); das dürfte der von den Naturkatastrophen im August und September gebremsten Wirtschaftsentwicklung geschuldet sein. Der stellvertretende AMDA-Direktor Guillermo Rosales führte das entsprechend auf die "Veränderung der Verbraucherpräferenzen sowie die politische und wirtschaftliche Unsicherheit" zurück. Für das kommende Jahr erwartet Rosales wieder einen stabileren Absatzmarkt.

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