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Presswasservergärung gewinnt Biogas aus Abfall

Das BMUB fördert ein Pilotprojekt zur ressourcen- und energieeffizienten Behandlung von organischen Abfällen: Eine Vergärungsstufe soll aus den Abfällen künftig mehr als genug Energie für Betrieb gewinnen.

13.02.2018
Roland Ackermann
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Presswasservergärung gewinnt Biogas aus Abfall (Foto: Erbenschwanger Verwertungs- und Abfallentsorgungsgesellschaft)

Bei der Erbenschwanger Verwertungs- und Abfallentsorgungsgesellschaft mbH (EVA) soll die vorhandene mechanisch-biologische Abfallbehandlungsanlage mit einer Vergärungsstufe nachgerüstet werden, was die Treibhausgasemissionen um 77 % senken könnte. Um einen energieautarken Betrieb zu ermöglichen, wird erstmalig das Verfahren der Presswasservergärung bei gemischten Restsiedlungsabfällen eingesetzt und auf diese Weise der Energiegehalt der organischen Abfallbestandteile nutzbar gemacht.

Die bestehende Anlage für Restmüll (Kapazität 40.000 t Abfall pro Jahr) sowie eine Deponie entspricht dem Stand der Technik und kompostiert bisher klassisch. Diese Form der Abfallbehandlung hat jedoch einen erheblichen Energiebedarf. Mit dem Fördervorhaben können aus dem erzeugten Biogas jährlich rund 7.000 MWh Energie bereitgestellt werden. Der Bedarf an extern bereitgestellter Energie verringert sich dadurch beim Netzstrom um 80 %, beim Erdgas um 10 % und beim Heizöl um 100 %. Darüber hinaus werden 800 MWh Strom pro Jahr ins Netz eingespeist.

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