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RAMPF klebt Autoteile vollautomatisch zusammen

Eine neue Klebeanlage für die Automobilindustrie kombiniert ein spezielles Misch- und Dosierverfahren mit Robotik und Automatisierung. Dadurch sollen sich Außenteile für Fahrzeuge schneller, präziser und effizienter zusammenfügen lassen.

17.09.2018
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RAMPF klebt Autoteile vollautomatisch zusammen (Foto: RAMPF Holding GmbH & Co. KG)

Die Anlage kommt von der RAMPF Production Systems GmbH aus Zimmern ob Rottweil, Baden-Württemberg. Basis ist das neue Dosiersystem C-DS der Firma, eine Lösung zur Verarbeitung von Ein- und Zwei-Komponenten-Klebern sowie von Dichtmaterialien und Verbundmassen. Das neue System soll sich dank seines modularen Aufbaus leicht in bestehende Fertigungslinien integrieren lassen. Möglich ist nicht nur die Einbindung von Fügewerkzeugen mit Linearmotoren, sondern auch die Verwendung von Verfahrensachsen für Misch- und Dosiertechnik sowie zur automatischen Entladung. Die Anlage arbeitet im Zusammenspiel mit 2K-Polyurethan-Klebstoffen und wurde speziell zum Verkleben von-Außenteilen wie Spoilern, Spoilerlippen, Seitenwänden und Heckklappen in der Autoindustrie konzipiert – laut einer Capgemini-Studie die Branche, die gegenwärtig am meisten in den Ausbau der vernetzten Produktion investiert.

Die Anlage umfasst ein Materialaufbereitungs-, ein Dosier- und ein Mischsystem und verfügt über eine SPS-Steuereinheit zur Prozessautomatisierung. Reinigungssensoren prüfen vor dem Auftragen des Klebstoffs, ob die zusammenzufügenden Bauteile vorab einer Säuberung unterzogen wurden. Industrie-4.0-tauglich wird die Anlage durch die Kombinationsmöglichkeit mit Robotern von FANUC , KUKA oder ABB: Bei Bedarf lassen sich mehrere Automaten integrieren, um unterschiedliche Bauteile korrekt auf dem Förderband auszurichten. Curing-on-Demand beschleunigt zudem im Anschluss an das Verkleben den Aushärtungsprozess.