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Rotterdam und IBM bereiten die digitale Schiffsabfertigung vor

Für den gewerblichen Schiffsverkehr ist Rotterdams Hafen der größte Frachtumschlagsplatz in Europa. Mit Unterstützung von IBM sollen die logistischen Prozesse digitalisiert und automatisiert werden.

09.02.2018
Kai Tubessing
Foto: Havenbedrijf Rotterdam N.V.
Foto: Havenbedrijf Rotterdam N.V.

Die Automobilbranche hat es mit dem Trend zu Connected Cars vorgemacht, nun ziehen auch die Hersteller von Frachtschiffen nach und vernetzen ihre Wasserfahrzeuge. Dieser Entwicklung folgend plant der Hafen Rotterdam mit Unterstützung von IBM , die Schiffsabfertigung auf dem rund 42 km langen Gelände zu automatisieren. Zu diesem Zweck sollen bis 2025 alle relevanten Prozesse digitalisiert werden. Derzeit wird der Hafen mit unterschiedlichsten Sensoren bestückt, die kontinuierlich Informationen zu Wasser- und Wetterdaten, Wind, Temperatur, Sichtverhältnissen, Schiffsbewegungen und freien Liegeplätzen erfassen sollen.

Mithilfe von IBMs IoT-Technologien wird daraus ein digitaler Zwilling des Hafens erstellt. Auf Basis des virtuellen Abbilds möchten die Betreiber die Effizienz sämtlicher Abläufe auf der gesamten Anlage deutlich steigern. Insgesamt soll das Verfahren die Liegezeiten um bis zu eine Stunde verkürzen, dabei Kosten von bis zu 80.000 US-Dollar einsparen und dafür sorgen, dass eine größere Anzahl an Schiffen pro Tag abgefertigt werden kann. Durch die konsequenten Modernisierungsbemühungen tragen die Betreiber außerdem dazu bei, den Status der Niederlande als das Land mit der weltweit besten Hafeninfrastruktur dauerhaft zu festigen.

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