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Cobots

Sensorhaut verwandelt Roboter in Cobots

Auch Roboter, die eigentlich nicht dafür ausgelegt sind, können in Kollaboration mit Menschen zum Einsatz kommen – ohne Schutzzaun. Für sie gibt es Sensorik zum Überstreifen.

12.07.2018
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Sensorhaut verwandelt Roboter in Cobots (Foto: Danube Robotics GmbH)

Das österreichische Unternehmen Blue Danube Robotics stellte auf der Hannover Messe 2018 sein Produkt Airskin vor, eine Sensorhaut, mit der sich Roboter wie Cobots einsetzen lassen. Laut den Angaben der Firma eignet sich das weiche Material für beliebige Industrieroboter, unabhängig von deren Tragkraft und Größe. Setzt man die Haut bei einem Cobot ein, so soll sich die maximal sichere Arbeitsgeschwindigkeit enorm erhöhen lassen.

Airskin kann jedem beliebigen Roboter und Industriegreifer angelegt werden und misst dann kontinuierlich Druck und Druckveränderungen. Kommt es zu einer Kollision, beispielsweise bei der Berührung mit einem Menschen, sendet das System innerhalb von 9 ms ein Stoppsignal an die Steuerung, und der Roboter hält sofort an. Ein Schutzzaun, wie er für Roboter vorgeschrieben ist, wird dadurch unnötig. Das wurde mittlerweile auch vom TÜV Austria bestätigt. Airskin ist zudem nach ISO 13849 PLe-zertifiziert. Blue Danube Robotics sieht den Einsatzbereich der Sensorhaut vor allem in Bereichen, in denen Mensch und Roboter sich den Arbeitsraum zeitweilig teilen, aber nicht dauerhaft zusammenarbeiten, wie etwa beim Schrauben, Heben schwerer Lasten, bei der Maschinenbestückung und beim Palettieren.