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Siemens kann jetzt auch hochpräzise Funkortung

Die Münchner haben die Chemnitzer Agilion GmbH, einen Anbieter von industriellen Funkortungslösungen für Produktion, Logistik und Wartung, übernommen. Die Echtzeit-Ortung soll Produktionsprozesse optimieren helfen und Qualität sowie Produktivität erhöhen.

16.04.2018
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Siemens kann jetzt auch hochpräzise Funkortung (Chart: SIEMENS AG)

Agilion beschäftigt zwar nur rund 60 Mitarbeiter, ist aber ein weltweiter Technologieführer im Segment Funkortungslösungen für die Industrie und den öffentlichen Personennahverkehr – und damit wichtig genug für Siemens. Das Unternehmen sei zudem ein Pionier bei sogenannten Real-time Locating Systems (RTLS) im Ultraweit-Frequenzspektrum (UWB), die eine hochpräzise Ortung im Bereich weniger Zentimeter ermöglichen. Siemens und Agilion präsentieren sich auf der Hannover Messe in Halle 7, Stand A23 , bzw. in Halle 9, Stand D35 .

Der Ortungstechnologie wird viel zugetraut, etwa bei dynamischen, selbstorganisierenden Produktionskonzepten in der Montage von Großprodukten. Konkret können damit beispielsweise eine exakte Überwachung des Produktionsfortschritts und ein transparenter Materialfluss sichergestellt werden. Anwenderunternehmen können die Produktionsobjekte fortlaufend mit dem 3D-Modell des Produkts abgleichen und diesen digitalen Zwilling mit anderen Informationen kombinieren. Ein weiteres Anwendungsfeld für die Echtzeitortung sind kollaborative und mobile Roboter.

Auch Kinexon arbeitet an fortgeschrittenen Indoor-Navigationssystemen, wie produktion.de berichtet. Der Münchener Anbieter nutzt sogenannte Anker im Innern der Fabrikhalle sowie kleine Empfänger, die an Objekten angebracht werden können. Mittels Funksignalen kann nicht nur die Position, sondern auch die Ausrichtung der Objekte im Raum bestimmt werden. Kinexon ist ebenfalls auf der Hannover Messe zu finden: in Halle 6 an Stand D30 .